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Bundespreis Öko-Landbau für Schloss Gut Obbach

von Redaktion (Kommentare: 0)


Peter Warlich (Naturland-Präsidum), Felix Prinz zu Löwenstein (BÖLW), Gutsbesitzer Georg Schäfer, Betriebsleiter Bernhard Schreyer und Petra Sandjohann, Gutsbesitzer Andreas und Christian Schäfer, Julia Klöckner, Steffen Reese (Naturland) © Naturland

Der Naturland-Betrieb Schloss Gut Obbach in Euerbach-Obbach bei Schweinfurt hat den Bundespreises Ökologischer Landbau 2020 in der Kategorie „Erzeugung und Verarbeitung sowie Vermarktung“ gewonnen. Ministerin Julia Klöckner überreichte dem Betriebsleiterpaar den Preis auf der Grünen Woche.

Naturland Präsidiums-Mitglied Peter Warlich gratulierte dem Betriebsleiterpaar auf der Veranstaltung und stellte anerkennend fest: „Petra Sandjohann und Bernhard Schreyer zeigen auf beeindruckende Weise, dass die Vermarktung hofeigener Produkte innerhalb einer regionalen Wertschöpfungskette ein großer Erfolg werden kann.“

Professioneller Aufbau regionaler Wertschöpfungsketten

Die Konsequenz und Professionalität, mit der das Betriebsleiterpaar die Vermarktung ihrer Produkte in der Region vorantreibt, überzeugte die Jury. Bei allen Wertschöpfungsketten, die sich im Laufe der Jahre aufgebaut haben, sind Bernhard Schreyer und Petra Sandjohann aktiv auf die Lebensmittel verarbeitenden Handwerksbetriebe im Umland zugegangen, um neue hofeigene authentische Öko-Lebensmittel unter ihrem eigenen Logo zu entwickeln. Dabei steht laut Sandjohann ein fairer und partnerschaftlicher Umgang mit Lieferanten, Verarbeitern und Kunden im Fokus des Öko-Betriebs.

Schloss Gut Obbach ist im Besitz der Familie Schäfer. Der Betrieb wird seit 1998 von Bernhard Schreyer und Petra Sandjohann verwaltet und wurde damals auch gleich auf Naturland umgestellt. Seit 2007 ist das Gut auch Mitglied im bundesweiten Netzwerk der Demonstrationsbetriebe Ökologischer Landbau und seit 2017 im BioRegio Betriebsnetz Bayern aktiv.

Dienstleistungen für andere Öko-Betriebe

Auf 272 Hektar Ackerflächen werden neben verschiedenen Getreidearten und Kleegras vor allem Sonnenblumen, Linsen, Erbsen und Kartoffeln angebaut. Zudem gibt es eine drei Hektar große Obstanlage mit über 80 Apfelsorten, Birnen, Aprikosen und weiteren Obstsorten. Als Dienstleister bietet das Gut anderen Öko-Betrieben die Aufbereitung und Lagerung von Saatgut, Leguminosen, Konsumgetreide sowie Schälsonnenblumen in ihrer hochmodernen Trocknungs- und Reinigungsanlage an.

Vermarktung im Betriebsumfeld

Dem Betriebsleiterehepaar war und ist es wichtig, die hofeigenen Erzeugnisse nicht anonym zu verkaufen, sondern aktiv nach Wegen zu suchen, die Lebensmittel im Betriebsumfeld zu vermarkten. Dabei wird stets auf eine partnerschaftliche Zusammenarbeit auf Augenhöhe Wert gelegt. In vielen Gesprächen konnten z. B. lokale Brauer, Müller, Bäcker, Imker und Obstverarbeiter langfristig für die Verarbeitung und die gemeinsame Vermarktung ihrer Erzeugnisse gewonnen werden.

Weitere Partner und Abnehmer sind regionale Lebensmittel-Einzelhändler, Naturkostläden, Gastronomen und Kindergärten. Alle Hof-Produkte werden mit dem Logo des Schloss Gut Obbach vermarktet, das die Kunden seit langem mit hochwertigen, regional erzeugten Öko-Lebensmitteln verbinden.

Über den Wettbewerb

Mit dem Bundeswettbewerb Ökologischer Landbau zeichnet das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft seit 2001 jeweils drei praxisbewährte innovative Leistungen oder besonders nachhaltige gesamtbetriebliche Konzeptionen im ökologischen Landbau aus. Der Bundeswettbewerb wird organisiert und ausgerichtet von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE).

Lesen Sie auch die Berichte über die weiteren Gewinner: Hof Luna und Schinkeler Höfe und mehr über alle Gewinner auf  www.oekolandbau.de

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