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Bundespreis für solidarische Landwirtschaft

von Redaktion (Kommentare: 0)


Vertreter der Schinkeler Höfe mit Ministerin Julia Klöckner, BÖLW-Vorstand Felix Löwenstein und Stephanie Strotdrees (Bioland) sowie vielen Werbeschildern © Bioland

Ein Zusammenschluss aus drei Bioland-Höfen und einer Bioland-Bäckerei gehört zu den Gewinnern des Bundeswettbewerbs Ökolandbau. Der Verbund befindet sich im Großraum Schinkel, westlich von Kiel.

Gemeinsam mit rund 400 engagierten Verbrauchern bilden die Höfe Mevs, Rzehak und Wurzelhof die Bäckerei Kornkraft eine solidarische Landwirtschaft (Solawi). Alle vier Unternehmen wirtschaften seit den 1980er Jahren ökologisch, die Höfe Mevs und Rzehak bereits in der zweiten Generation. Und sie haben noch viel vor, wie Jahne Zastrow vom Hof Mevs ankündigt. Der Preis habe sie motiviert, die Projekte anzugehen.

Endverbraucher geben Planungssicherheit

„Unser besonderer Dank gilt natürlich vor allem unseren Solawistas, also den Endverbrauchern, die uns finanziell unterstützen und uns Planungssicherheit geben“, sagt Yannick Rzehak von Hof Rzehak. „Ohne sie könnten wir uns nicht so einfach zu 100 Prozent auf unsere Erzeugung fokussieren. Alle Solawistas packen mit an und organisieren unsere Verwaltung und Logistik. Das ist einfach ein so tolles Zusammenspiel für das ich sehr dankbar bin. Daher gilt der Preis selbstverständlich auch jedem und jeder Solawista!“

Die Entscheidung der Jury

Dass das Vertrauen wächst und gedeiht und feste Finanzierungszusagen das Wirtschaften der Betriebe absichert, gefiel auch der Jury. Das Engagement in der Solawi, das über das übliche Maß hinausgehe und dazu beitrage, die Zukunftsfähigkeit der Betriebe zu sichern, hob sie besonders hervor. Weiter lobt die Jury, dass jeder Betrieb eine unterschiedliche Spezialisierung mitbringe. Lohn und Resultat seien eine große Vielfalt saisonaler hochqualitativer Lebensmittel. Gleiches gelte für die Köpfe dahinter. Neben erfahrenen Pionieren seien auch Jungunternehmer sowie Verbraucher in dem Projekt involviert, die gemeinsam etablierte und funktionierende Vermarktungsbeziehungen aufgebaut haben.

Ursprung der Schinkeler Höfe

Im Jahr 2015 haben sich die vier Betriebe und einer Gruppe Verbraucherinnen und Verbraucher zur Erzeuger-Verbraucher-Gemeinschaft (EVG) „Schinkeler Höfe“ zusammengetan. Die Verteilung der Lebensmittel ist über selbst organisierte Depots organisiert. Bewirtschaftet werden ca. 150 Hektar. Die Produktpalette ist vielfältig und reicht von einem bunten Gemüse- und Kräuterangebot über Brot, Brötchen und Kuchen, über Kartoffeln bis zu Eiern, Ziegenfrisch und -hartkäse und Ziegenfleisch, Joghurt, Quark, Vorzugskuhmilch und vieles mehr. Der über Anteile der Solawistas vermarktete Teil liege im Moment, je nach Betrieb zwischen 10 und 30 Prozent, weiteres Wachstum sei möglich. So könne jeder Betrieb seinen eigenen Weg in die solidarische Landwirtschaft bestimmen.

Weitere Informationen zur ausgezeichneten Solawi finden sich auf deren Website unter www.schinkeler-hoefe.de.

Alle Gewinner des Bundeswettbewerbs Ökolandbau

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