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Bruderhahn-Initiative positioniert sich neu

von Redaktion (Kommentare: 0)


Chance für männliche Kälber: Die Bruderhahn-Initiative weitet ihr Tierschutzkonzept auf andere Tierarten aus. © Ben Schonewille / shutterstock

Die Bruderhahn Initiative Deutschland (BID) erweitert ihren Wirkungskreis und wird zur Brudertier-Initiative. Neu in den Fokus kommen die Brüder von Milchkuh-Kälbern.

Nicht nur in der Eiererzeugung gibt es ethisch brisante Fragestellungen rund um die Haltung von Jungtieren. So sind etwa Bio-Bullenkälber von Hochleistungs-Milchviehrassen kaum mehr absetzbar, weil sie sich nur schlecht mästen lassen. Ähnlich sei die Situation für männliche Ziegenkitze und Lämmer, schreibt die Bruderhahn-Initiative. Sie will auch für die Auzfzucht dieser Tiere Lösungen finden und Vermarktungskonzepte entwickeltn. Außerdem will sie „damit in Zusammenhang stehende Fragen, wie z.B. muttergebundene Kälberaufzucht oder Ferkel-Kastration“ diskutieren und Richtlinien für eine Schlachtzertifizierung erarbeiten.

Öko-Betriebe mit ethischem Anspruch gesucht

Aus diesen Gründen beschloss die Mitgliederversammlung die Umbenennung in Brudertier-Initiative. Doch sollen die neuen Aufgaben mit Bedacht und über einen längeren Zeitraum angegangen werden. In einem ersten Schritt sucht die Initaitive Öko-Betriebe, etwa aus der Rinderhaltung, „die sich mit dem Ziel der Brudertier-Initiative identifizieren und sich dafür engagieren wollen, jegliche unethische Praxis bei der Haltung, dem Transport und der Schlachtung von Nutztieren zu beenden.“

Die BID wurde 2012 von einigen Naturkostgroßhändlern und Bio-Eiererzeugern gegründet. Sie engagiert sich für die Aufzucht der männlichen Küken von Legehennen-Hybridrassen und die Züchtung von Zweinutzungshühnern.

www.bruderhahn.de

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