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BÖLW kritisiert Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung

von Redaktion (Kommentare: 1)


Die Bundesregierung will ihre 2002 beschlossene Nachhaltigkeitsstrategie überarbeiten und hat dafür einen Entwurf vorgelegt. In Sachen Bio bringt er nichts Neues: Das bisherige Ziel von 20 Prozent Ökolandbau bleibt drin, wie bisher ohne zeitliche Vorgabe.

Der Bio-Dachverband BÖLW verlangt in seiner Stellungnahme ein konkretes Zeitziel: „Die Formulierung ‚in den nächsten Jahren’ sollte ersetzt werden durch ‚auf 10 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche bis 2020, 15 Prozent bis 2025 und 20 Prozent bis 2030’“. Um diese Ziele zu erreichen müssten die für das Bundesprogramm Ökolandbau vorgesehenen Mittel von 17 Millionen Euro umgehend auf 60 Millionen Euro im Jahr aufgestockt werden. Auch müsse die Bundesregierung die von der EU gewährte Möglichkeit ausschöpfen und mehr Agrarzahlungen zugunsten von Agrarumweltmaßnahmen umschichten.

Der BÖLW spricht sich auch für eine Ökologisierung der konventionellen Landwirtschaft aus. Um die Nitratbelastung zu verringern müsse ein Ziel ‚Halbierung der Tierbestände bis 2050’ mit einem entsprechenden Indikator in die Nachhaltigkeitsstrategie aufgenommen werden, schlägt der Bio-Verband vor. Parallel dazu müsse die stark gestiegene Produktion von Fleisch zunächst auf einen Selbstversorgungsgrad von 100 Prozent zurückgeführt werden.

Als Fazit schreibt der BÖLW, viele Ziele und Maßnahmen in dem Entwurf seien nicht ambitioniert genug. „Insbesondere beim Schutz von Klima und Artenvielfalt wird es nicht ausreichen, lediglich den Mehrverbrauch von Ressourcen bzw. die Steigerung von Emissionen zu reduzieren", sagt BNN-Vorstandsmitglied Elke Röder.

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Kommentar von Laurence Wuillemin |

Ab wann wird sich endlich die Bundesregierung zu einer bäuerlichen Landwirtschaft, die Familienbetriebe wieder erlaubt zu überleben und überhaupt zu leben, bekennen? Ab wann wird endlich die Bundesregierung sich zukunftweisend zeigen, indem sie lokale Landwirtschaft fördert, regionale Strukturen unterstützt, die auch einen viel kleineren Fußabdruck hinterlassen, und keine industrielle Lebensmittelindustrie, die Tiere zu Maschinen degradiert, uns krank macht und die Umwelt zerstört? Ab wann wird reale Nachhaltigkeit praktiziert?


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