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Bodan-Partnerforum: Markenaufbau für Bioläden

von Redaktion (Kommentare: 0)


So wie der Leuchtturm an der Hafeneinfahrt von Lindau sollen die Marken der Bioläden mit Hilfe des Bodan-Zukunftslabors leuchten © Bodan (Fahrt des Bodan-Partnerforums auf dem Bodensee)

Über 100 Vertreter von Bioläden nutzten das Bodan-Partnerforum, um gemeinsam Pläne zu schmieden. Ergebnis: Im Gespräch mit werteorientierten Bio-Hersteller will der Großhändler ein „Zukunftslabor“ entwickeln, das Läden zum Aufbau ihrer Marke nutzen können.

Bei seinem Partnerforum Anfang Juli  hat der Bio-Großhändler Bodan einen Entwicklungsprozess angestoßen, von dem er spürbare Impulse für die Naturkostbewegung erwartet. Mit Hilfe eines breiten Bündnisses von fachhandelsorientierten Herstellern wie den Wertemarken, soll eine Art Zukunftslabor entstehen, das inhabergeführte Bioläden zum Aufbau und zur Weiterentwicklung ihrer individuellen Laden-Marke nutzen können.

Bodan-Partnerforum
Bodan-Partnerforum: Über 100 Teilnehmer schmiedeten Zukunftspläne © Bodan

Stärkung der Läden im Wandel der Märkte und Lebensstile

„Als Richtschnur für die Ausstattung dieses Zukunftslabors haben wir gemeinsam mit Läden und Herstellern Maßnahmen und Formate identifiziert, die inhabergeführte Bioläden im aktuellen Wandel der Märkte und Lebensstile besonders wirksam stärken“, erläutert Bodan-Geschäftsführer Sascha Damaschun. „In der hohen Qualität der Ergebnisse spiegelt sich das große Erfahrungswissen der Teilnehmer wider und der wertvolle wechselseitige Austausch zwischen Händlern und Herstellern“, so Damaschun.

Coaching-Programm mit kombinierbaren Modulen

Basierend auf diesen Ergebnissen konzipieren Handelsexperten nun ein professionelles Coaching-Programm, das vielfältige, individuell kombinierbare Module umfasst. Bereits im Herbst 2019 sollen die ersten 20 Pilot-Teilnehmer an den Start gehen. Ab September können sich inhabergeführte Bioläden mit ihrer Entwicklungs-Idee um eine Teilnahme bewerben.

Persönlichkeit vital und kreativ in den Vordergrund stellen

„In der Vergangenheit traten die Bioläden mit ihrer Identität häufig hinter den Labels von Anbauverbänden und Marken-Herstellern zurück. Nun ist es an der Zeit, dass die Einzelhändlerinnen und Einzelhändler mit ihrer Persönlichkeit vital und kreativ im Vordergrund stehen, wobei Verbände und Marken ihnen den Rücken stärken. Und genau diesen Prozess befeuern wir in unserem Zukunftslabor“, erläutert der Bodan-Geschäftsführer.

Arbeitsgruppe sucht nach Lösungen für einen erfolgreichen Markenaufbau © Bodan

„Gemeinschaft bedeutet für uns nicht, dass der eine vom anderen ins Ziel getragen wird“, so Damaschun bei seiner Auftaktrede am Sonntag, „aber wenn sich selbstständige Bio-Einzelhändler und wertorientierte Hersteller stärker miteinander verbünden, können sie gegenseitig ihre Entwicklung vorantreiben und die Sterne der Naturkost zum Leuchten bringen.“

Persönlicher Antrieb ausschlaggebend

In seinem Impulsvortrag hatte Johannes Kamps-Bender, Markenstratege und Vorstand im Demeter e.V., zum Thema „Personal Branding im Umfeld aktueller Lebensstile und Megatrends“ empfohlen, für die Entwicklung einer individuellen Marke mit der Frage Why? zu starten: Warum gibt es mich, meine Dienstleistungen oder mein Produkt? Was ist meine Vision, warum braucht mich die Welt, was kann ich verändern, wo ist mein Antrieb, was sind meine Überzeugungen und Werte?“

Diesen Rat von Kamps-Bender hätten die Bioladner beim Partnerforum direkt umgesetzt. So sei bei den Workshops auf den Themeninseln die Frage nach dem persönlichen Antrieb jedes einzelnen Bio-Ladners immer wieder ausschlaggebend gewesen, wenn es darum ging, denkbare Module für das Coaching-Programm auszuformen und zu bewerten.

Beim nächsten Bodan-Partnerforum im Sommer 2020 werden die 20 Pilot-Teilnehmer des Coaching-Programms die Ergebnisse der Projekte zum Aufbau ihrer individuellen Laden-Marke vorstellen.

Über Bodan

Der 1987 gegründete Großhändler Bodan gehört zu den Pionieren der ökologischen Lebensmittelwirtschaft. Das Vollsortiment umfasst über 12.000 täglich lieferbare Artikel. Mit 220 Mitarbeitern werden mehr als 550 Verkaufsstellen in ganz Süddeutschland und darüber hinaus versorgt.

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