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BioNord: Was wichtig war

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Besucherandrang auf der BioNord 2019 in Hannover
Besucherandrang auf der BioNord 2019 in Hannover. © BioMessen

4.095 Fachbesucher – das sind 1,5 Prozent mehr als im Vorjahr – kamen am Sonntag zur BioNord, um sich bei 412 Ausstellern über Bio-Lebensmittel, Naturkosmetik und Reformwaren zu informieren. Wichtige Themen waren Verpackung, Klima und die neue Kampagne des BNN "Öko statt Ego".

Zu sehen gab es neue Produkte bekannter Hersteller, junger Marken und potenzielle Umsatzbringer für die Advents- und Weihnachtssaison.

Barbara Otte-Kinast, Niedersächsische Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, zeigte sich angetan von der Produktvielfalt: „Das ist ein Wachstumsmarkt, das merkt man. Die Firmen, die sich hier präsentieren, sind sehr kreativ, sehr innovativ und es sind Querdenker. Sie sind sehr, sehr gut vernetzt, hier werden viele Dinge positiv nach vorne gedacht. Das eröffnet auch viele Chancen für unsere Landwirtschaft in Niedersachsen: Da geht was, und das spürt man auf dieser Messe heute.“ 

Thema Verpackung

Verpackungen waren ein vieldiskutiertes Thema, wie bereits bei der Hausmesse von Bio-Großhändler Weiling. Auf dem Podium diskutierte man die Frage „Wie unverpackt geht unverpackt?“. Daran beteiligt waren:

  • Michael Albert, der in Hannover den Unverpackt-Laden „Lola“ betreibt (Der Name steht für „Lose Laden“),
  • Nicol Gärtner, Geschäftsführerin von Biovegan, einem Bio-Hersteller, der sich vorgenommen hat, bis 2020 plastikfrei zu sein
  • Nina Schritt als Vertreterin des Großhandels Kornkraft, der sich mit dem Thema Verpackung entlang der Lieferkette intensiv beschäftigt,
  • Charlotte Ruck von der Spielberger Mühle, die zunehmend auf Papierverpackungen setzt.

Über die Diskussion werden wir in der kommenden Woche ausführlich im Abobereich (exklsuiv) auf bio-markt.info berichten.

Thema Klima

Die Klimakrise, das laut Elke Röder, Geschäftsführerin des Bundesverbandes Naturkost Naturwaren (BNN), „wichtigste Thema zur Zeit überhaupt“, sorgte auch auf der BioNord für Gesprächsstoff an Ständen und in den Gängen. Die Frage, wie Bio dazu beitragen kann, sie zu bewältigen, trieb Besucher und Aussteller besonders um. Röder lobte das Engagement der BioMessen, die bereits seit 2014 klimaneutral stattfinden und dabei unmittelbar den ökologischen Landbau in Deutschland unterstützen. Auch der Bio-Fachhandel könne beim Thema Klima punkten: „Die Lieferketten sind im Vergleich zu den langkettigen komplexen internationalen Lieferstrukturen, die im konventionellen Lebensmitteleinzelhandel üblich sind, recht kurz und damit tendenziell sehr viel klimafreundlicher“, so Röder.

Kampagne „Öko statt Ego“

Vor zwei Wochen stellte der BNN auf der BioSüd in Augsburg zum ersten Mal seine Kampagne für den Fachhandel vor. Sie heißt „Öko statt Ego“ und soll Verbraucherinnen und Verbrauchern nahebringen, warum der Bio-Fachhandel als Einkaufsort mehr ist als nur ein Drehkreuz für Produkte mit Bio-Siegel. Sie sollen verstehen, welchen Mehrwert der Einkauf im Bio-Fachhandel bietet, der sich von Beginn an für Themen wie Klimaschutz, Artenvielfalt oder ein faires Miteinander einsetzt.

Wir haben auf der BioSüd mit Kathrin Jäckel, ebenfalls Geschäftsführerin des BNN und zuständig für Kommunikation und Markt, über die Kampagne „Öko statt Ego“ gesprochen und erste Meinungen von branchenbekannten Personen dazu eingeholt. Sehen Sie dazu unser Video:

Über die BioMessen

Die BioMessen sind eine Angebots- und Kommunikationsplattform für die Akteure der deutschen Bio-Branche. Sie richten sich ausschließlich an Fachbesucher, unter anderem aus Naturkost- und Reformwarenhandel, Bio-Supermärkten, selbstständigem Lebensmitteleinzelhandel, Spezialitätenhandel, Gastronomie- und Großverbraucher. Aussteller sind sowohl die bundesweiten Lieferanten des Bio-Fachhandels aus den Bereichen Bio-Lebensmittel und Naturkosmetik sowie der entsprechende Großhandel. Hinzu kommen regionale Anbieter wie zum Beispiel Winzer, Käsereien, Imker.  Auf Gemeinschaftsflächen präsentieren sich die Anbauverbände des ökologischen Landbaus (u.a. Bioland, Biokreis, Demeter, Naturland) mit zahlreichen Unterausstellern. Angebote aus dem Reformwarenbereich werden auf der Sonderfläche ReformWelt unter Schirmherrschaft der Reformhaus eG gebündelt.

Alle auf den BioMessen ausgestellten Produkte unterliegen klaren Kriterien und Zertifizierungsanforderungen. Diese orientieren sich an den Sortimentsrichtlinien des Bundesverbands Naturkost Naturwaren BNN e. V., der auch Schirmherr der Veranstaltung ist. Alle vier BioMessen sind klimaneutral.

Nächster Termin

„Ein erfolgreicher Abschluss für das BioMessen-Jahr 2019“, bilanziert Bio-Messen-Veranstalter Matthias Deppe. Die Termine für 2020 stehen bereits fest: Am 19. April geht es weiter mit der BioWest in Düsseldorf.

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