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Bioland-Rosen werden Öko-Pionierinnen gewidmet

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Am 21. Juni fanden im Rosendorf Steinfurth (Ortsteil von Bad Nauheim) zwei Rosentaufen statt. Die Bioland-Rosensorte Rugosa 4, eine Züchtung der Bioland-Rosenschule Ruf wurde von Christine von Weizsäcker auf den Namen der vor einem halben Jahr verstorbenen Öko-Pionierin Heinke von Löw auf den Namen "Heinke Margareta von Löw" getauft.

Heinke von Löw war eine leidenschaftliche Öko-Gärtnerin und engagierte Gentechnik-Gegnerin. Sie setzte sich ihr Leben lang für den naturbelassenen Anbau ein und initiierte damit auch zwei weitere Bio-Betriebe in Steinfurth: Die Rosenschule Ruf und die Bioland-Gärtnerei Erhard Schwalm. Sie wehrte sich bereits Anfang der Sechziger Jahre gegen die Vermarktungspolitik der großen Rosenzüchter und setzte sich mit der Gründung der Rosenunion für die Unabhängigkeit kleinerer Rosenzüchter ein.


Unermüdlich kämpfte sie mit zahlreichen gerichtlichen Eingaben gegen die Patentierung von Pflanzen “Kein Patent auf Leben” und gegen Gentechnik. Sie organisierte Lesungen und die so genannten Scheunengespräche, trug damit zum alternativ-politischen sowie zum kulturellen Leben Bad Nauheims bei und prägte verschiedene Initiativen (Lokale Agenda 21, Gentechnikfreie Kommune). 2008 erhielt Heinke von Löw den Ehrenpreis des Bundesumweltministeriums für ihr Lebenswerk als Ökogärtnerin und für ihren unermüdlichen Einsatz im Bereich der Biodiversität und kulturellen Vielfalt, damals im Rahmen des Wettbewerbs »Frauen Leben Vielfalt«.

 

Elazar Benyoëtz, mehrfach ausgezeichneter Dichter und Schriftsteller aus Israel, mit dem Heinke von Löw sich lange in intensiver Korrespondenz ausgetauscht hatte, war zum Festakt extra angereist, um seine verehrte Freundin posthum mit einer Lesung zu ehren.



Den Namen der Biologin und Umwelt-Aktivistin Christine von Weizsäcker erhielt eine weitere Rosensorte aus dem Hause Ruf.  Christine von Weizsäcker hat sich mit ihrem wissenschaftlichen und politischen Engagement für Biodiversität und gegen Gentechnik einen Namen gemacht. 

 

Die Initiative zur Umsetzung der Idee, Heinke von Löw posthum eine Bio-Rosenzüchtung zu widmen, ging von dem Chronisten und Tagebuchfilmer Max Bryan aus, der seit drei Jahren auf dem Gartenhof von Löw in Steinfurth lebt. "Ohne ihn wäre die Veranstaltung hier so nicht zu Stande gekommen", lobte Rosenbauer Werner Ruf den aus Hamburg stammenden Max Bryan. Während seiner Eröffnungsrede zu Ehren von Heinke von Löw†, am 21. Juni in Steinfurth, betonte Max Bryan, das eine Wildrose am besten zum Charakter der engagierten, aber bescheidenen Persönlichkeit der Verstorbenen passt.

 

Weitere Informationen:
Gartenhof Löw zu Steinfurth
Frau von Löw , Nachruf
 


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