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Bioland, Demeter und Naturland fordern Umschichtung der EU-Agrargelder

von Redaktion (Kommentare: 0)


Bioland, Demeter und Naturland fordern die Bundesregierung dazu auf, 15 Prozent der Agrar-Direktzahlungen auf den Umwelt-, Tier- und Klimaschutz umzuschichten.

In Deutschland wurden bisher nur 4,5 Prozent der Gelder umgewidmet, wodurch die Regierung bislang die Chance verpasste, wichtige Ziele ihrer Umwelt-, Klima- und Nachhaltigkeitsstrategien umzusetzen. „Wenn die Bundesregierung ihre eigenen Ziele im Umweltschutz und zur Ausdehnung des Ökolandbaus auf 20 Prozent der Agrarfläche erreichen will, muss sie die EU-Agrargelder entsprechend umwidmen“, sagt Jan Plagge, Präsident von Bioland.

In einigen Bundesländern sind schon jetzt, im ersten Drittel der Förderperiode, wichtige Agrarumweltmaßnahmen und die Ökolandbauförderung wegen Unterfinanzierung gestrichen worden. So werden im Saarland keine neuen Anträge für die Förderung des Ökolandbaus angenommen. In Hessen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein wurden weitere wichtige Agrarumweltmaßnahmen gestoppt. Für Demeter Aufsichtsratvorsitzenden Thomas Schmid bedeutet dies einen Rückschritt in der Ökologisierung der Landwirtschaft.
Rund 40 Prozent der Agrar-Direktzahlungen landen bei den Verpächtern und tragen somit wesentlich zur Steigerung der Pachtpreise bei. Dies schmälert die Einkommenswirkung für die Landwirte.

„Entscheidend ist daher, dass so viele Mittel wie möglich umgeschichtet werden. Es muss zweckgebunden in landwirtschaftliche Betriebe investiert zu werden: für Öko-Landbau, Arbeitsplätze, Klima-, Tier- und Gewässerschutz“, betont Hans Hohenester, Präsidiumsvorsitzender von Naturland.

Zum Positionspapier der Verbände „Zukunftschancen der Gemeinsamen Agrarpolitik für Landwirtschaft, Umwelt- und Tierschutz nutzen

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