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Bio im Test: Rosinen gibt es auch ohne Pestizide

von Leo Frühschütz (Kommentare: 0)


Studentenfutter © Pixabay/untovilordo
Symbolbild Studentenfutter Studentenfutter © Pixabay/untovilordo

In allen konventionellen Proben von Studentenfutter fand das Labor Spuren von Pestizid-Cocktails. Die Bio-Produkte dagegen waren pestizidfrei, bis auf eines. Außerdem im Ökotest: Haarkuren und Eisenpräparate für Schwangere.

Studentenfutter

6 Bioprodukte, 14 konventionelle

Die Produkte von Alnatura und Gepa schnitten „sehr gut“ ab. Dennree und Morgenland bekamen ein „gut“, Rapunzel und ein LEH-Produkt die Note „befriedigend“. Grund für die Abwertungen waren Spuren von Mineralölbestandteilen (MOSH), „erhöht“ bei Dennree, „stark erhöht“ bei Rapunzel. Im Studentenfutter von Morgenland fand das Labor Spuren von drei Pestiziden, weshalb Ökotest um eine Stufe abwertete, dabei aber mitteilte, dass der Anbieter ein Gutachten vorgelegt habe, wonach die verarbeitete Rohware pestizidfrei war. Bei den konventionellen Produkten war eine Pestizidbelastung durch die Rosinen der Normalfall. Es fanden sich Cocktails mit bis zu 19 verschiedenen Wirkstoffen. „Pestizide in Tüten“ lautete deshalb die Überschrift des Tests.

Haarkuren

8 Naturkosmetikkuren, 18 konventionelle

Für alle Naturkosmetikkuren gab es die Note „sehr gut“, darunter für die Produkte von Bioturm, Eco Cosmetics, Lavera, Logona, Sante und Weleda. Von den konventionellen Kuren bekamen vier die rote Karte, fünf sahen gelb. Ökotest hob besonders Kunststoffverbindungen in den Rezepturen hervor wie Silikone und andere synthetische Polymere. Anders als die Industrie zählt das Magazin diese flüssigen Kunststoffe ebenfalls zu Mikroplastik.

Eisenpräparate für Schwangere

Fast alle Arzneimittel im Test schneiden mit „sehr gut“ ab, auch Salus Kräuterblut Floradix. Das inhaltsgleiche Herbaria Blutquick dagegen bekommt die Note ausreichend. Der Grund dafür: Blutquick wird als Nahrungsergänzungsmittel angeboten, ist deshalb nicht speziell für Schwangere gedacht und nach Meinung von Ökotest für andere Menschen ohne Nutzen. Bei Nahrungsergänzungsmitteln muss zudem die angegebene Tagesdosis weit geringer sein als bei den Arzeimitteln. Da sich außer Herbaria kein Anbieter daran hält, erteilte Ökotest allen anderen Nahrungsergänzungsmitteln im Test die Note „ungenügend“.

Lesen Sie auch: Ökotest: Pestizide in Bio-Tee


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