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Bio-Bilanz 2018: Deutschlands Ökofläche legt 8 Prozent zu

von Redaktion (Kommentare: 0)


Möhrenfeld
Deutschlands ökologisch bewirtschaftete Fläche stieg 2018 um rund 109.863 Hektar. © Shutterstock/Nikolic-Vladimir

Im vergangenen Jahr stieg der Anteil der heimischen Ökofläche laut Schätzungen um 109.863 Hektar (plus 8 Prozent) auf rund 1,5 Mio. Hektar an. Damit beträgt der Anteil des Biolandbaus an der Landwirtschaft insgesamt 8,9 Prozent. Was sich 2018 sonst in der deutschen Bio-Branche getan hat, gab der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) heute anlässlich seiner diesjährigen Bilanz-Pressekonferenz auf der Biofach in Nürnberg bekannt. 

Anhaltend gute Umsatzentwicklungen

Wie der BÖLW berichtet, betrug das Umsatzplus mit Bio-Lebensmitteln und –Getränken laut Berechnungen des ‚Arbeitskreises Biomarkt’ 2018 rund 5,5 Prozent und somit ein Marktvolumen von insgesamt 10,91 Mrd. Euro, das 2017 noch bei 10,34 Mrd. Euro lag. Die Gesamtumsätze der Bio-Branche verteilen sich wie folgt:

  • 2,93 Mrd. Euro (inkl. Non-Food: 3,46 Mrd. Euro) im Naturkostfachhandel mit einem Marktanteil von rund 27 Prozent
  • 6,43 Mrd. Euro im Lebensmitteleinzelhandel (LEH) mit einer Umsatzsteigerung von rund 8,6 Prozent und einem Marktanteil von rund 59 Prozent
  • 1,55 Mrd. Euro in sonstigen Geschäften mit einem Marktanteil von 14 Prozent

Höfesterben trotz steigender Ökoanbaufläche

„2018 stellten jeden Tag fast fünf Bauern ihren Betrieb auf Ökologische Landwirtschaft um“, so Peter Röhrig, Geschäftsführer des BÖLW. Das entspricht einer Zahl von 1.727 Betrieben, die im vergangenen Jahr in den ökologischen Landbau eingestiegen sind. Zum Jahreswechsel waren laut BÖLW fast 12 Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe Bio-Höfe, insgesamt wirtschafteten 31.122 Betriebe ökologisch. Trotz der zahlreichen Ein- und Umstiege auf Bio und der wachsenden Ökoanbaufläche sank die Zahl der Höfe 2018 abermals um etwa 3.100 auf 266.690 (Vergleich: 2017 sank die Zahl der Höfe um etwa 7.600 auf 267.800 Betriebe).

Forderung an die Bundesregierung

Der BÖLW-Vorsitzende Felix Prinz zu Löwenstein appellierte an die Bundesregierung, jetzt entschieden zu handeln, damit die Bio-Dynamik gefestigt wird: „Damit noch mehr Unternehmen die Bio-Chance nutzen, damit Natur, Umwelt und Betriebe profitieren und die Bundesrepublik ihre Umwelt- und Klimaziele erreichen kann, müssen die agrar- und wirtschaftspolitischen Maßnahmen kohärent und konsequent aufeinander abgestimmt werden.“

Von entscheidender Bedeutung für Bio sei die Gemeinsame Europäische Agrarpolitik (GAP), betonte der BÖLW-Vorsitzende weiter. Die GAP müsse schrittweise so umgebaut werden, dass Bauern für Leistungen entlohnt würden, welche die Gesellschaft von ihnen benötigt und für die der Markt die Landwirte nicht bezahlt. Dazu müssten 70 % der Steuergelder künftig die Bauern honorieren, die freiwillig mehr tun für Umwelt, Klima, Artenvielfalt.

Zur Bilanz der deutschen Bio-Branche 2019: Ausgewählte Zahlen, Grafiken, Fakten

 

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