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Beste Bio-Läden: Zwei Tage mit der Firma Bauck

von Alexander Reinbold (Kommentare: 0)


Wer von seinen Kunden unter die besten Bio-Läden Deutschlands gewählt wurde, erhält nicht nur eine Urkunde und donnernden Applaus. Gute Tradition ist es auch, dass sich Bio-Hersteller als „Paten“ der Gewinner ein ganz besonderes Schmankerl ausdenken, mit dem sie die Laden-Belegschaft überraschen. Verkündet wird dieses auf der großen Gala zur Schrot&Korn-Leserwahl – die Bescherung findet, je nach Art des Geschenks, im Lauf des Jahres statt.

Bei Bio-Pionier Bauck war dies im Frühjahr der Fall. Sein Patenkind: der Hofladen Albertshof aus dem Westerwald, der 2016 zu den Siegern zählte. Sechs Ladenmitarbeiter machten sich auf dem Weg von Rheinland-Pfalz in die Lüneburger Heide – um dort zwei ganz persönliche Tage der offenen Tür zu erleben. Denn das war die Idee des norddeutschen Bio-Herstellers: Den Naturkosthändlern zu zeigen, wie die Produkte entstehen, die in ihren Regalen stehen – und ihnen das Umfeld näherzubringen, in dem der Pionier seit 1969 arbeitet.  

Einen ersten Einblick in die Bauck-Welt bekamen die Gäste durch einen Besuch des Stammhofs in Uelzen-Klein-Süstedt, wo sie auf eine mobile Geflügelhaltung und Bruderhähne trafen. Weiter ging die Tour zum Bauckhof Amelinghausen, inklusive Visiten im Kuhstall und Hofladen. Dass dabei Fachgespräche nicht zu kurz kamen, versteht sich von selbst. Weil Landluft hungrig macht, gab es abends ein gemeinsames Essen – und die Fortsetzung des Fachsimpelns.

In die Welt eines Bio-Herstellers eintauchen

Der nächste Morgen, das nächste Highlight. Ein Frühstück im Lässig, dem wohl einzigen Bio-Bahnhofsrestaurant Deutschlands, untergebracht im Hundertwasser-Bahnhof in Uelzen. Gut gestärkt tauchten die Besucher ins Herz des Unternehmens ein: Die Produktionsanlagen am Standort Rosche.

Verfolgen konnten sie live vor Ort, wie glutenfreie Backmischungen entstehen. Dafür braucht es zunächst entsprechende Rohstoffe: Reis, Mais, Hirse oder Buchweizen – alles Körner, die kein Gluten enthalten. Fein vermahlen werden sie in der firmeneigenen glutenfrei-Mühle, die in einem abgeschlossenen Bereich ihre Arbeit verrichtet. Weitere Zutaten kommen zum Mehl hinzu, alles wird kräftig vermengt – fertig sind die Backmischungen. Verpackungsmaschinen füllen die Mischungen anschließend in Kartons oder Beutel, es folgen die Gluten-Analyse und die Freigabe durch die Qualitätssicherung.

All das konnten die Bester-Bio-Laden-Gewinner begutachten. Und sich zwischendurch im Backlabor stärken, wo gerade Grünkern-Burger auf dem Menü standen. Eingeweiht in das Verfahren zur Glutenuntersuchung wurden die Fachhändler dann auf ihrer letzten Etappe durch die Produktionsanlagen. Den Abschluss der „Tour de Bauck“ bildete ein Besuch des Hofladens auf dem Bauckhof Stütensen. Fazit: Die Biohändler nahmen viele Eindrücke mit in den Westerwald, die sie sicher bei Gelegenheit an ihre Kunden weitergeben.

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