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Beispiele für eine zukunftstaugliche Bio-Landwirtschaft

von Leo Frühschütz (Kommentare: 0)


Gärtner
Symbolbild © Shutterstock/Rawpixel.com

Viel Ertrag auf kleiner Fläche – für Bio-Bauern soll das mit ausgefeilten ökologischen Anbaumethoden möglich sein. Beispiele gab es auf der Tagung „Neue Konzepte für eine agrarökologische und zukunftstaugliche Landwirtschaft“. Vorgestellt wurden sie von der Stiftung Ökologie&Landbau gemeinsam dem Öko-Junglandwirte Netzwerk und der Universität Kiel.

Les jardins de la grelinette

Mensch statt Traktor

Les jardins de la grelinette sind ein kleiner Bio-Betrieb in Kanada. Maude-Hélène und Jean-Martin Fortier bewirtschaften dort seit gut zehn Jahren einen Hektar Land, bauen 40 Gemüsesorten an, die sie direkt vermarkten – und gut dabei leben. „Der Schlüssel des Erfolges ist die Abkehr von einer traktororientierten Arbeitsweise hin zu einer menschenorientierten Arbeitsweise“, sagten die Fortiers auf der Tagung.

Ihre Mikrofarm ist eines der bekanntesten Beispiele für neue landwirtschaftliche Konzepte, „die durch ihren systemischen Ansatz beeindruckende Effekte aufweisen. Sie sind auf kleiner Fläche sehr produktiv und nennen sich Biointensive Landwirtschaft, Market Gardening oder Mikrofarms“, schreibt die Stiftung Ökologie&Landbau (SÖL) zur Erklärung. „Inspiriert von agrarökologischen und permakulturellen Denkweisen sind sie ökonomisch rentabel, ökologisch wertvoll und sozial wertschätzend. Ihre geringen Investitionskosten machen diese Konzepte besonders für junge Menschen interessant, die in die Landwirtschaft einsteigen möchten.“

Ridgedale Farm

Ökologisch und rentabel

Richard Perkins von der schwedischen Ridgedale Farm präsentierte Techniken und Herangehensweisen, die es ermöglichen, kleine Höfe ökologisch wertvoll und ökonomisch rentabel zu gestalten. „Es liegt in unserer Verantwortung, unsere Landschaft zu regenerieren durch kleine profitable Betriebe, die Menschen wieder in die Landwirtschaft bringt“, sagte Perkins.

Unterstützung für Kleinbauern

Fermes d’avenir

Maxime de Rostolan gründete vor fünf Jahren die Organisation Fermes d’avenir. Diese unterstützt in Frankreich agrarökologisch-kleinbäuerliche Initiativen durch passende Ausbildungsformate, Beratungsangebote, Modellhöfe sowie Lobby- und Öffentlichkeitsarbeit.

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