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Auslobung als „Käse-Alternative“ bleibt erlaubt

von Leo Frühschütz (Kommentare: 0)


Käse-Alternative auf Basis von Cashew-Kernen
Käse-Alternative auf Basis von Cashew-Kernen. Symbolbild © Shutterstock/Pikoso.kz

Das Cuxhavener Unternehmen Happy Cheeze darf seine Produkte vorerst weiterhin mit dem Begriff Käse-Alternative kennzeichnen. Das entschied in erster Instanz das Landgericht Stade. Darum geht es in diesem Fall.

Die Happy Cheeze GmbH stellt Alternativen zu Milchprodukten auf der Basis von Cashew-Kernen her und vermarktet diese veganen Bio-Spezialitäten unter der Marke Happy Cashew. Ihre fermentierten Pflanzenprodukte lobt sie als „Käse-Alternative“ aus. Dagegen hatte der Verein Wettbewerbzentrale geklagt.

Der Verein berief sich dabei auf ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH), laut dem der Begriff Käse nur Produkten tierischer Herkunft vorbehalten sei. Dies gelte auch dann, wenn aufklärende Zusätze wie Tofubutter auf die pflanzliche Beschaffenheit des Produktes hinweisen, erklärte der Rechtsanwalt von Happy Cheeze. Aus seiner Sicht stellt der Begriff Käse-Alternative allerdings klar, dass es sich eben nicht um Käse handle und dient damit dem Verbraucher: „Nichts beschreibt das Lebensmittel besser, als zu sagen, dass es aussieht wie Käse, schmeckt wie Käse und zu verwenden ist wie Käse – aber aus Nüssen besteht und deshalb eine Alternative zu Käse ist, heißt es in der Mitteilung der Kanzlei.

Das Landgericht Stade folgte dieser Argumentation und hob hervor, dass sich das Produkt durch die Bezeichnung von Käse abgrenze. „Der Begriff der Alternative bezeichnet gerade etwas Anderes“ argumentierten die Richter und das werde von den Verbrauchern, zu denen sie sich selbst zählten, auch so verstanden. Die Wettbewerbszentrale kann gegen das Urteil noch Berufung einlegen.

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