Anzeige

organic-market.info | Mediadaten | Impressum | Datenschutz

Demeter braucht Unterstützer für freie Ausbildung

von Redaktion (Kommentare: 0)


Gärtner beim Pflanzen.
Demeter bildet seit mehr als 20 Jahren Landwirt*innen und Gärtner*innen im biologisch-dynamischen Landbau aus. Symbolbild © Shutterstock/Patiwat Sariya

Seit mehr als 20 Jahren bietet der Anbauverband Demeter Nachwuchs die Möglichkeit einer dreijährigen freien Ausbildung als Biologisch-Dynamische*n Landwirt*in/Gärtner*in auf Höfen und in Gärten in Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland Pfalz und im Saarland. Ohne die staatliche Anerkennung sind die Träger der dualen Ausbildung jedoch auf Sponsoren und Spender angewiesen.

Duale Fachausbildung ohne staatliche Anerkennung

Im Rahmen der freien Ausbildung, die kürzlich zu einem dualen Angebot ausgebaut wurde, arbeitet und lebt der Lehrling in der Hof- und Betriebsgemeinschaft. Die praktische Ausbildung wird in regelmäßigen Seminaren und Kursen vertieft und schließt, eng vernetzt mit weiteren Bio-Ausbildungen, nach drei Jahren im Demeter-Umfeld ab.

„Die genau auf unsere Anforderungen zugeschnittene Ausbildung im Biodynamischen Landbau sichert den Nachwuchs für die Demeter-Höfe. Nur mit gut ausgebildeten, motivierten und engagierten Frauen und Männern können wir den Generationswechsel auf den Höfen gestalten und neue Betriebe gründen. Als Ausbildungsbetrieb wünschen wir uns junge Leute, die sich für die Demeter-Agrarkultur begeistern, mehr wissen wollen und eigenverantwortlich handeln.“

Ausbilder Florian Jahn

 

Laut des Anbauverbands ist die freie Ausbildung staatlich nicht anerkannt und wird deshalb nur wenig durch staatliche Mittel unterstützt. Um jährlich 25 Lehrlinge aufnehmen zu können, muss Demeter die Ausbildungsfinanzierung durch andere Mittel sichern.

Zum Artikel
 
Auch interessant

Biolebensmittelcamp: Schluss mit „man müsste“

Zeit für Lichtblicke, Geistesblitze und Sternstunden bot das 3. Biolebensmittelcamp in Fulda. Bio-markt.info war dabei und fand heraus, was die Bio-Branche gerade besonders umtreibt und ungeduldig werden lässt. Es geht um Klimawandel, Verpackungsflut, Arbeitsbedingungen und Generationswechsel.

Finanzierung durch Sponsoren und Spenden

Gemeinsam mit der Biodynamischen Landesarbeitsgemeinschaft in NRW initiierte einer der Ausbildungshöfe kürzlich ein neues Finanzierungsmodell in Zusammenarbeit mit Demeter-Getreidespezialist Spielberger. Mit einer jährlichen 1.000 Euro-Spende sichert das Unternehmen einem Lehrling die Teilnahme an den Seminaren. Dabei kommt die Mühle nicht nur als Geldgeberin ins Spiel, auch thematisch wird es eine Anbindung an den Azubi geben. Regelmäßiger Austausch und eine Hospitation bei Spielberger sind bereits fest vereinbart. Dr. Isabell Hildermann von Mühlen-Pionier Spielberger hofft, dass dieses gute Spielberger-Beispiel Schule macht.

„Die Ausbildung von jungen Menschen in der biologisch-dynamischen Landwirtschaft ist gerade auch für Demeter-Verarbeiter wie die Spielberger Mühle von großer Bedeutung. Wir haben die Unterstützung eines Auszubildenden über die gesamten drei Lehrjahre übernommen.“

Dr. Isabell Hildermann, Spielberger Mühle

 

Die freie Ausbildung auf den Demeter-Höfen und in den biodynamischen Gärtnereien kann auch anderweitig unterstützt werden:

  • 2.000 Euro sichern einem Lehrling ein Ausbildungsjahr
  • 80 Euro finanzieren ein Wochenendseminar
  • Nachwuchspatenschaft sichert einen zukünftigen Ausbildungsplatz

Für kleinere Spenden nennt der Anbauverband folgendes Konto:

Freie Ausbildung Hessen/NRW
IBAN: DE13 4306 0967 0024 8479 10
BIC: GENODEM1GLS

 

Lesen Sie auch:

Das ist das „Demeter-Produkt des Jahres“

Verbraucher, Bio-Großhändler und eine Fachjury haben das „Demeter-Produkt des Jahres“ gewählt. Gewonnen hat ein Getränk.

Unternehmen übergeben, Werte erhalten

Wer ein Bio-Unternehmen von den Eltern übernimmt, hat Bio mit der Muttermilch aufgesogen. Aber reicht das, um mit dem Unternehmen auch dessen Werte zu übergeben? Wissenschaftler von der Universität Kassel haben das untersucht.

Trainees verfassen Manifest zur Arbeitskultur in der Biobranche

Der diesjährige Jahrgang des Traineeprogramms Ökolandbau hat seine Erwartungen an die zukünftige Arbeitswelt der Biobranche in einer Erklärung festgehalten.

Zurück

Uns interessiert Ihre Meinung. Schreiben Sie hier Ihren Kommentar zum Thema!



Jetzt teilen

Anmeldung
Newsletter

Anzeige

Anzeige