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Zwetschen, Trauben und Äpfel lösen Beerenobst ab

von Redaktion (Kommentare: 0)


Umstellung des Obstangebotes auf den Herbst: Trauben, Äpfel und Birnen stehen jetzt stärker im Fokus © Adisa / Shutterstock

Im Bio-Obstsortiment ist der Höhepunkt bei Sommerobst überschritten, meldet die Agrarmarkt-Informationsgesellschaft (AMI). Der Markt wechsele auf spätsommerliche Zwetschen und Tafeltrauben. Auch das Interesse für Äpfel aus neuer Ernte wachse.

Zwetschen werden zurzeit gut nachgefragt, durch die spätere Ernte sind die Angebotsmengen jedoch recht übersichtlich, teilt die AMI mit. Mit der jetzt stärker gehandelten Sorte Cacaks Fruchtbare komme etwas mehr Bewegung in den Markt. Aktionen im Einzelhandel werben diese Woche mit 2,99 Euro/kg, in der Woche davor lagen die Aktionspreise noch bei 3,99 EUR/kg.

Helle kernlose Tafeltrauben am beliebtesten

Bei Tafeltrauben reicht das Sortenspektrum von hell kernlos bis dunkel mit Kern. Hauptlieferanten auf dem deutschen Markt sind laut AMI Italien und Spanien. Die Aktionspreise liegen in dieser Woche zwischen 3,99 bis 4,99 Euro/kg. Es stehe ausreichend Ware zur Verfügung. „Ergänzend werden im hellen kernlosen Sortenbereich Sultanas aus Griechenland zugeführt. Spezialsorten wie Lavallee oder Muscat kommen wie immer aus Frankreich. Beim Konsumenten stehen helle, kernlose Tafeltrauben ganz vorne an“, schreibt die AMI.

Lange Überschneidung von alter und neuer Ernte

Bei Äpfeln ist alte Ernte laut AMI noch bis Herbst verfügbar. Neben Galmac, Gravensteiner oder Collina stehe jetzt mit Delbarestivale die wichtigste Frühapfelsorte zur Verfügung. Dazu werden Gala aus Italien und Elstar aus Frankreich angeboten. „Trotz der höheren Preise kippt damit vor allem an den Märkten die Nachfrage Richtung neue Ernte. Im Lebensmitteleinzelhandel (LEH) überwiegen dagegen noch Äpfel aus der hiesigen Ernte 2018.“ Auch aus Italien drückten nach wie vor Braeburn aus alter Ernte in den Markt. „Damit überschneiden sich erstmals neue und alte Saison über einen längeren Zeitraum“, stellt die AMI fest.

Auch mit Zufuhren aus Übersee müsse noch weiter gerechnet werden. Angesichts der großen Erntemenge in der EU hätten die Importe von der Südhalbkugel drastisch reduziert werden müssen, tatsächlich aber falle die Differenz zum Vorjahr nicht angemessen groß aus. Das sorge für erhebliche Bestandsbildung und Preisdruck. „Bis in den Herbst hinein wird die starke Konkurrenzsituation voraussichtlich andauern, danach wird aber mit einer deutlichen Marktstabilisierung gerechnet“, prognostiziert die AMI.

Bei den Birnen konzentriere sich das Angebot noch auf Sommerbirnen wie Clapps und Williams oder französische Guyot. Nach einer absoluten Sommerflaute ziehe die Nachfrage jetzt wieder etwas an. Für diese Woche seien erste Birnen der Sorte Conference aus dem Benelux-Raum angekündigt.

Heidelbeeren deutlich populärer

Fast ohne direkte Konkurrenz bewegen sich laut AMI die Heidelbeeren am Markt. Sie seien beim Verbraucher deutlich populärer als in den Vorjahren. Die Saison bei sonstigem Beerenobst sei weitgehend beendet, nur vereinzelt würden noch Brombeeren oder Himbeeren angeboten. Vor allem in Gebieten mit hohem Anteil später Sorten bleibe die Angebotsmenge noch ausreichend. „Von der Erzeugerseite gibt es Forderungen für festere Preise, die sich bislang aber noch nicht überall durchgesetzt haben“, schreibt die AMI.

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