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Zahl der Reformhäuser verringerte sich 2006 um 8 %

von Redaktion (Kommentare: 0)


Im Jahr 2005 gab es noch 2001 Reformhäuser und Neuform-Depots (vor allem Reformwarenabteilungen in Apotheken, Drogerien) in Deutschland, Ende vergangenen Jahres waren davon nur noch 1840 übrig. Das sind 8 % bzw. 161 Absatzstellen weniger als im Jahr zuvor. Über die zahlreichen Austritte hatte Bio-Markt.Info mehrfach berichtet. Ein Teil der ausgetretenen Reformhäuser konnte mit einem Partner-Vertrag wieder „eingefangen“ werden.


Während der Einzelhandel in der Reformbranche, nach Angaben der Neuform Marketing GmbH in Oberursel, im Jahr 2001 immerhin 684 Millionen Euro umsetzte, waren es im vergangenen Jahr nur mehr 600 Millionen Euro nach 619 Millionen Euro im Vorjahr (2005). Dies entspricht einem Umsatzrückgang von über 12 % in fünf Jahren. Bezogen auf das Jahr 2006 ging der Umsatz um rund 3 % zurück.

Unter dem Titel „Bio-Boom geht an Reformhäusern vorbei“ berichtete die FAZ über die aktuellen Umsatzzahlen. 

 

Damit die Kunde von den dramatischen Umsatzrückgängen nicht mehr als unbedingt notwendig Verbreitung findet, wird die Reformhaus-Internetpräsenz in Punkto „Zahlen, Daten, Fakten“ bislang nicht fortgeschrieben. Die letzten präsentierten Daten stammen von 2005. 
Allerdings ist noch kein Ende des Fiaskos in Sicht: in den ersten zwei Monaten dieses Jahres betrug das Minus wiederum 3 %.

 

Unterdessen bereitet sich die Neuform auf die kommende Generalversammlung, die am 24.Juni stattfindet, vor. Beobachter gehen jedoch davon aus, dass die Beteiligung eher gering ausfallen wird. Erstmals wurde das abgelegene Wittenburg in Mecklenburg-Vorpommern, dem neuen Sitz der Genossenschaft, als Versammlungsort gewählt. Bisher fanden die Versammlungen, zu der die Reformhausinhaber aus dem ganzen Bundesgebiet anreisen, im zentral gelegenen Oberursel bei Frankfurt statt.

 

Ob die anstehende Generalversammlung den erhofften Durchbruch und erwarteten Stimmungsumschwung bringt, bleibt indes abzuwarten. Neue Konzepte konnte der alte Vorstand, der vor allem auf Durchhalteparolen setzt, bislang nicht bieten. Ob eine „Reorientierung und Aktivierung unserer einstmaligen Erfolgsfaktoren“ die Reformhäuser wieder in einen anhaltenden Aufwärtstrend zu befördern vermag, kann getrost bezweifelt werden. 

 

 

 

 

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