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Nicht der Widerstand ist kriminell, sondern diese Gentechnik!

von Redaktion (Kommentare: 0)


Starke Worte gebrauchten BetreiberInnen und PolitikerInnen Anfang April 2009, als gentechnikkritische AktivistInnen ein Versuchsfeld am Agrobiotechnikum nahe Rostock besetzten. Landes-Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus kritisierte Feldbesetzungen als "gewalttätige und illegale Aktionen", während die FDP-Bundestagsabgeordnete Happach-Kasan ganz ähnlich von "kriminellen und rechtswidrigen Aktionen" sprach. Besonders schwer wog die Stellungnahme der Geschäftsführerin des die Versuche durchführenden Unternehmens Biovativ, Kerstin Schmidt. Sie verurteilte die Feldbesetzung als "illegale und gewalttätige Tat".

Gerade an dieser Formulierung kommt nun Kritik auf, denn Kerstin Schmidt und die Firma Biovativ stehen im Verdacht, Teil eines auch mit illegalen Praktiken agierenden Netzes dubioser Gentechnikfirmen und Forschungsinstitute zu sein.

Jörg Bergstedt, Autor der aktuellen Veröffentlichung "Organisierte Unverantwortlichkeit", hält deshalb die Vorwürfe nicht nur wegen der Benutzung des Wortes "kriminell" für Aktionen, die bislang noch nie strafrechtlich verfolgt wurden, für maßlos überzogen: "Es stellt sich sogar die Frage, wer hier kriminell ist". Kerstin Schmidt wirft er vor, Fördermittel zu missbrauchen und in eigenen, dubiosen Firmengeflechten versickern zu lassen.  Bergstedt wirft Schmidt selbst Rechtsbrüche vor: "Ich denke, hier paaren sich Unterschlagung und Betrug - kriminell sind die Agrogentechniker, nicht die Kritiker!"

Quellen und Hintergrundinformationen:
Bericht von der Besetzung,  www.biotech-seilschaften.de.vuwww.gentech-weg.de.vu, www.projektwerkstatt.de/saasen,  www.aktionsversand.de.vu

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