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Whole Foods hat Probleme in England

von Redaktion (Kommentare: 0)


Die US-Kette Whole Foods Market hat für das Frühjahr 2007, die Eröffnung ihres ersten europäischen Supermarktes in London geplant. Die Zeitung „Mail on Sunday“ befasst sich mit den Problemen und der Außenwirkung von Whole Foods in Großbritannien. Analysten stellen die Frage, ob der Appetit nicht größer war als der Hunger. Die Eröffnung des ersten Marktes in Kensington dürfte sich um sechs Monate verzögern.

 

Die Autorin Teena Lyons berichtet, dass die bestehenden britischen Supermärkte einen Kampf gegen den amerikanischen Konkurrenten aufgenommen haben. Die harte Haltung von Tesco und Waitrose bedeutet für Whole Foods Market (WFM), das das Unternehmen sich auf ernsthafte Schwierigkeiten bei der Lieferung von frischen Bio-Produkten einstellen muss. Die Kapazitäten können dem Nachfrageboom gesundheitsbewusster Verbraucher bereits jetzt kaum mehr gerecht werden. Dies hat einen einfachen Grund: es gibt nicht genug zertifizierte Höfe, die Umstellungsphase auf „Bio“ beträgt bis zu zwei Jahre. Die Kette Waitrose bezieht fast 90 % ihrer Bio-Produkte aus dem Inland. In den vergangenen Monaten versuchte Whole Foods Market, Hilfe bei der Beschaffung und beim Vertrieb von Waitrose zu bekommen. Waitrose weigerte sich jedoch.

 

Die erste Abwehrreaktion kam bereits vor einem Jahr vom führenden Supermarkt Großbritanniens, Tesco.  Whole Foods hatte Pläne bekannt gegeben, dass im Rahmen einer groß angelegten Expansion in Europa bis zu 70 Geschäfte in Großbritannien eröffnet werden sollten. Tesco ließ sich daraufhin den Markennamen Wholefoods registrieren. Unter diesem Namen wird inzwischen ein Sortiment an Trockenfrüchten, Nüssen und Hülsenfrüchten angeboten. Dieser Schritt dürfte Whole Foods Market daran hindern, Produkte aus den USA unter der Eigenmarke zu importieren. Teena Lyons berichtet, dass die Änderung der Etiketten eine sehr kostenträchtige Maßnahme ist, die die Wirtschaftlichkeit des gesamten Projekts in Großbritannien ernsthaft beeinträchtigen könnte. Ein Sprecher von WFM nahm hierzu Stellung. Die Kette würde in den Vereinigten Staaten Sortimente unter verschiedenen Namen produzieren, die trotzdem in Großbritannien verkauft werden könnten. Jedoch wurde zugegeben, dass dies ein nicht zu unterschätzendes Problem darstelle.

 

Mail on Sunday

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