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Vorläufiges Insolvenzverfahren der FDR eröffnet

von Redaktion (Kommentare: 0)


Das Amtsgericht Bad Homburg v.d.H. hat am 23. August 2006 das vorläufige Insolvenzverfahren der Förderungsgesellschaft der Reformwarenwirtschaft mbH (FDR) und ihrer Tochtergesellschaft Deutscher Reform-Verlag mbH (DRV) in Oberursel eingeleitet und mit Beschluss die Anwaltskanzlei Angelika Amend, Kronberg als vorläufige Insolvenzverwalter bestellt.

 

Der Geschäftsführer der Gesellschaft, Erich Merk, hatte bereits am 2. August 2006 beim Amtsgericht Bad Homburg Insolvenzantrag gestellt. Gesellschafter der FDR sind die Neuform Vereinigung Deutscher Reformhäuser eG und zu unterschiedlichen Anteilen 38 Vertragswarenhersteller. Nach einigen außerordentlichen Vertragskündigungen von Herstellerseite und damit einhergehenden Unstimmigkeiten unter den Gesellschaftern, wurde die Handlungsfähigkeit der Unternehmen immer mehr behindert.

 

Erwin Perlinger, Vorstand des Hauptgesellschafters Neuform VDR eG, teilt heute mit, dass die Genossenschaft alles tun werde, um die Servicebereiche der Gesellschaft für die knapp 2000 Reformhäuser in Deutschland aufrecht zu erhalten. Nach den bisherigen Erkenntnissen sähe man gute Aussichten für eine positive Fortführung und damit eine wesentliche Aktivität in der zukünftigen Branchenausrichtung. Die bisherige Gesellschaftsstruktur hatte sich immer mehr als großes Hemmnis für eine Fortentwicklung erwiesen.
 
Wichtigstes Ziel sei es zunächst gewesen, das Erscheinen der Septemberausgabe der Kundenzeitschrift ReformhausKurier in einer Auflage von rund 1 Mio. Exemplaren zu sichern. Der Kurier erscheine zwar einige Tage später als geplant, aber entscheidend sei, dass die Kontinuität dieses wichtigen Handelsmediums nicht unterbrochen werde, so Perlinger. Zudem unterstütze die Neuform konsequent die Weiterführung der Gesellschaft und setze sich dafür ein, die Arbeitsplätze zu erhalten. Insgesamt beschäftigen die Gesellschaften rund 20 Mitarbeiter in den Geschäftsbereichen Verlagswesen, Redaktion, Marketing sowie Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.

 

Die schwierige wirtschaftliche Situation der Unternehmen resultiere in erster Linie aus dem Stand der Auseinandersetzungen zwischen der neuform VDR eG und einem Hersteller-Pool, der die langjährigen Vertragsbeziehungen durch außerordentliche Kündigungen beenden wollte, erklärt Neuform-Vorstand Friedhelm Lori. Dazu liege seit dem 22. August 2006 ein Urteil des Oberlandesgerichts Frankfurt a. M. vor, das die Rechtsposition der neuform massiv stütze. „Wir bewegen uns jetzt auf eine Wegmarke innerhalb der Auseinandersetzungen zu, die die Chance zu einer Umkehr in konstruktive Schritte zu einer sinnvollen Neuausrichtung der Branche bietet“, betont Lori.

 

 

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