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Viel Bio bei Ökotest im März

von Redaktion (Kommentare: 0)


Diesmal flossen bei Ökotest Milch und Honig. Dabei ging es bei den 20 untersuchten Sorten frischer Vollmilch vor allem um belastende Keime, Verpackung und Sensorik. Zehn Produkte erhielten das Urteil "sehr gut", acht ein "gut" und auch die restlichen zwei waren noch "befriedigend". Unter den "sehr guten" waren die Bio-Marken Berchtesgadener (Demeter), Bio-Wertkost, Denree (Naturland) und Füllhorn. Heirler und Naturkind und Söbbeke Bio-Milch erhielt jeweils ein "gut". Bei Berchtesgadener, Denree, Heirler und Söbbeke Milch sowie bei allen anderen Sorten in Glasflaschen beanstandeten die Prüfer die chlorierten Kunststoffe in der Deckeldichtung.

Im Juli vergangenen Jahres wurden bei Untersuchungen im Honig der neue Schadstoff Semicarbazid, ein Abbauprodukt des in der EU verbotenen Tierarzneimittels Nitrofuran gefunden. Die Substanz entstand in den geschäumten Dichtungen von Twist-off-Deckeln der Honiggläser. Ökotest untersuchte fünf Honigsorten auf Semicarbazid und wurde in drei Proben fündig. Betroffen ist auch der Bio-Wildblütenhonig der Firma Hoyer, während Allos-Akazienhonig und Gutes-Waldhonig frei von dem möglicherweise Erbgut schädigenden und Krebs erregenden Stoff sind.

Ebenfalls Krebs erregend und Erbgut schädigend ist der rote Farbstoff Sudanrot I, der von einigen Lebensmittelherstellern zur optischen Aufpeppung ihrer Produkte eingesetzt wird, obwohl er EU-weit verboten ist. Bei Stichproben quer durch den Pasta- und Soßenmarkt fanden die Tester Sudanrot in fünf Produkten, die daraufhin das Urteil "ungenügend" bekamen. Dazu gehören auch die schwarzen und scharfen Bio-Spaghetti aus dem Hause Bode Naturkost. Eine Sprecherin von Bode kündigte eine internen Analyse an. Die betroffenen Händler können die Nudeln wegwerfen oder an Bode zurückschicken und erhalten eine entsprechende Gutschrift. Zurzeit bemüht sich Bode, die Quelle der Verunreinigung ausfindig zu machen und zu eliminieren. "Sehr gut" und somit Sudanrot-frei waren dagegen die Davert Spaghetti Picante.

Aus dem Bereich Kosmetik untersuchte Ökotest im März Rasiermittel. Von den 30 getesteten Produkten schnitt ein Drittel "mangelhaft" oder "ungenügend" ab. Das einzige "sehr gute" Mittel war der Rasierschaum aus dem Walter Rau Speickwerk. Rasiercremes von Annemarie Börlind, Lavera, Logona und Weleda waren durchweg "gut". Zur Abwertung führten bei letzteren Duftstoffe, die Allergien auslösen können sowie überflüssige Umkartons. (05.03.2004)

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