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Verbände fordern Genmais-Stopp

von Redaktion (Kommentare: 0)


Bioland fordert von Landwirtschaftsminister Seehofer ein sofortiges Anbauverbot des Gentech-Maises MON810 der Firma Monsanto. „Seehofer muss jetzt den überfälligen Schritt gehen und den Genmais aufgrund der Umweltrisiken und einem ungenügenden Monitoringprogramm verbieten“, fordert Thomas Dosch, Präsident von Bioland. Monsanto beruft sich bei der geforderten Überwachung des Genmais-Anbaus auf Untersuchungen von Instituten, die mit Monsanto weder Kontakt hatten noch über deren notwendigen Daten für eine Bewertung verfügen. Die in Deutschland erteilte Genehmigung durch das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit entbehrt daher einer seriösen Grundlage.

 

Der BÖLW bezeichnet das Monsanto-Monitoring für Gen-Mais 810 als Skandal und fordert Minister Seehofer ebenfalls auf, die Anbaugenehmigung zurückzuziehen. „Monsanto will die von der EU geforderte Überwachung des Gentech-Anbaus auf Untersuchungen von Instituten gründen, die das Unternehmen noch nicht einmal gefragt hat und die teils über gar keine relevanten Daten verfügen!“ sagte der Vorstandsvorsitzende des BÖLW, Dr. Felix Prinz zu Löwenstein. Als einen andauernden Skandal bezeichnete er es „dass die Entscheidung über die Zulassung von GVO auf Europäischer Ebene nach wie vor auf der Grundlage von Daten erfolgt, die Monsanto und Co. selbst erheben und filtern“. Er forderte den deutschen Landwirtschaftsminister auf, den Druck auf die EU zu verstärken, um diesen Missstand zu beenden.

 

In Österreich, Griechenland, Ungarn, Polen und zuletzt Frankreich darf MON810
nicht auf die Äcker. Die Regierungen wenden eine Schutzklausel der Europäischen Union an, nach der Mitgliedstaaten ein Verbot aussprechen können, wenn sie Gesundheits- oder Umweltrisiken befürchten.

 

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