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Unsichere Zukunft für den Ökologischen Landbau

von Redaktion (Kommentare: 0)


Mit den geplanten Kürzungen beim Hessischen Kulturlandschaftsprogramm (HEKUL) und bei der Ausgleichszulage für benachteiligte Gebiete (AGZ) will Ministerpräsident Roland Koch 3,1 Mio Euro sparen. Mit der Kofinanzierung dieser Programme durch den Bund (30%) und die EU (50%) gehen den Betrieben und damit dem ländlichen Raum in Hessen zusätzlich 12,5 Mio Euro verloren. "Wenn man einen Euro Ausgaben einspart und dabei gleichzeitig 4 Euro Einnahmen verliert, dann hat das mit intelligentem Sparen nichts zu tun" so Thomas Goebel, Geschäftsführer von Demeter Hessen.

Insbesondere die durch HEKUL und AGZ eingesetzten Gelder fließen in strukturschwache Regionen und schaffen bzw. sichern dort Arbeitsplätze. Durch sie wird die ökologisch sinnvolle Bewirtschaftung auch in benachteiligten Gebieten ermöglicht, was entscheidend zum Erhalt der einzigartigen hessischen Kulturlandschaft beiträgt. Mit der vorgesehenen Kürzung schwächt Koch den ländlichen Raum und konterkariert die Ausrichtung der Agrarförderung der EU und der Bundesregierung hin zu einer ökologischen Landwirtschaft.
(Bild: Sparmaßnahmen könnten für viele Öko-Landwirte das "Aus" bedeuten)

Viel weitsichtiger agiert z.B. die Landesregierung in Bayern. Sie erhöhte trotz angespannter Haushaltslage erst kürzlich die Öko-Förderung und ermöglicht damit, dass in Zukunft noch mehr Mittel der EU und des Bundes nach Bayern fließen.

Durch die geplanten Kürzungen werden besonders Betriebe hart getroffen, die in diesem Jahr mit der Umstellung auf den ökologischen Landbau begonnen haben. Unverantwortlich ist die Kürzung auch, weil sie die Betriebe völlig unvorbereitet trifft, obwohl gerade Minister Dietzel immer wieder Planungssicherheit und Vertrauensschutz für die Landwirte gefordert hat und selbst in der offiziellen Beratung mit den Zahlungen bis vor kurzem gerechnet wurde. Viele Betriebe werden diesen plötzlichen Schnitt nicht überleben oder müssen wichtige Investitionen streichen, fürchtet Demeter Hessen. Der Verband für Biologisch-Dynamische Wirtschaftsweise vertritt in Hessen rund 65 Betriebe, die über 3000 Hektar Fläche bewirtschaften.

Demeter Hessen fordert Ministerpräsident Roland Koch auf, die Kürzungen beim HEKUL und der AGZ zurück zu nehmen und die Kofinanzierungsmittel aus der EU und vom Bund nicht anderen zu überlassen.

Rückfragen an: Thomas Goebel, Geschäftsführer Demeter Hessen (Gießen)
Tel.: 0641-9724303 oder 0179-7040404 Fax: 0641-9724324 (30.09.03)

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