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Umweltminister Gabriel gegen irreversible Technologien

von Redaktion (Kommentare: 0)


In einer Rede des Bundesumweltministers Sigmar Gabriel (Bild/BMU) an der Berliner Humboldt Universität stellt dieser eine bemerkenswerte Verbindung zwischen Demokratie, Atom- und Gentechnologie her. Es müsse möglich sein, einmal getroffene Entscheidungen bei sich ändernden politischen Mehrheiten zu revidieren. Sowohl bei der Atomtechnik wie auch dem Thema GMO sieht er große Demokratie-Defizite. Lesen Sie hier einen Auszug aus der Rede, die Sie im kompletten Text über den untenstehenden Link erreichen.

 

„Zu dieser intelligenten Energieeffizienzstrategie gehört für mich der Verzicht auf Atomkraft. Abgesehen davon, dass auch Uran endlich ist und ich nicht vor der Wahl zwischen Treibhausgasemissionen und Radioaktivität als Hinterlassenschaft der Energieproduktion stehen möchte - das ist wohl eher die Wahl zwischen Pest und Cholera - können wir uns die Atomwirtschaft auch aus ganz anderen Gründen nicht leisten. Sie macht uns einfach unendlich verletzlich und ist am Ende demokratiefeindlich. Verletzlich, weil die veränderte Gefährdungslage auf dieser Welt natürlich auch diese Form der Energieerzeugung zu einem erheblichen Risikopotential hat werden lassen. Und demokratiefeindlich, weil die Mehrheitsdemokratie auf dem Konsens beruht, dass Entscheidungen prinzipiell reversibel sein müssen. Dass aus Mehrheit Minderheit und aus Minderheit Mehrheit werden kann. Nur wenn Menschen diese prinzipielle Reversibilität gewährleistet sehen, werden sie Mehrheitsentscheidungen akzeptieren, denen sie selbst nicht zustimmen. Wo das nicht gewährleistet ist, droht immer auch Gewalt als Mittel zur Bekämpfung von Mehrheitsentscheidungen. Gorleben ist ein gutes Beispiel dafür. Übrigens ist exakt dies am Ende auch das Problem der Gentechnologie.“ (Hervorhebung durch die Redaktion).
www.bmu.de/reden/bundesumweltminister_sigmar_gabriel/doc/36659.php


 

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