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Umsatzwachstum zieht weiter an - im ersten Quartal 2005 über 15 % mehr Umsatz als im Vergleichszeitraum 2004

von Redaktion (Kommentare: 0)


Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sind im Naturkosteinzelhandel im ersten Quartal 2005 die Gesamtumsätze um 15,4 % gestiegen. Damit konnte die Zuwachsrate von 7,4 % aus dem letzten Quartal deutlich übertroffen werden. Basis für diese Aussage sind ca. 250 teilnehmende Betriebe, deren Daten für die ersten drei Monate 2005 von der Kommunikationsberatung Klaus Braun für das Magazin BioHandel ausgewertet wurden.

Die Steigerungsraten in den einzelnen Monaten waren unterschiedlich: Nach einem mit 12,9 % bereits zweistelligen Zuwachs zum Vorjahresmonat im Januar folgten der Februar mit einem Zuwachs von 15,1 % und der März mit plus 18,1 %. Dies bedeutet, dass seit Oktober 2004 (+6,5%) die Umsatzzuwächse von Monat zu Monat anstiegen. Die Umsatzzuwächse im 1. Quartal 2005 erfolgten bei den verschiedenen Betriebstypen mit folgenden Quoten:

Hofläden plus 19,9 %, kleine Naturkostläden plus 13,9 %, Naturkostfachgeschäfte plus 10,8 % und Biosupermärkte plus 20,3 %. Die Ergebnisse stützen die Einschätzung, dass die nunmehr seit Herbst 2003 zu beobachtende Umsatzentwicklung dem Naturkosthandel im gesamten Lebensmittelsektor eine anhaltende Sonderstellung verleiht: Die Lebensmittel-Zeitung weist für den LEH insgesamt einen Umsatzzuwachs von knapp 3 % im ersten Quartal 2005 aus.

Beobachtungen an unterschiedlichen Standorten scheinen die These zu bestätigen, so Klaus Braun, dass durch die umsatzstarken Bio-Supermärkte eine gewisse "Sogwirkung" auf alle Vertriebsformen des Naturkost-Branchenhandels erzielt wird; die Verbraucherakzeptanz für Verkaufsstätten mit ausschließlichen Biosortimenten nimmt kontinuierlich zu. Konsequenz: Der Anteil ökologischer Lebensmittel am gesamten Lebensmittelumsatz steigt infolge der (im Vergleich zu herkömmlichen Lebensmitteln) deutlich höheren Wachstumsraten kontinuierlich mit einer beachtlichen Geschwindigkeit.

Mit einem positiven Ergebnis bescheinigt der ContRate Branchen-Betriebsvergleich für das Gesamtjahr 2004, was viele Marktakteure bereits ahnten und hofften: 2004 konnte der Naturkosteinzelhandel deutlich höhere Erträge einfahren und das laufende Geschäftsjahr zuversichtlich beginnen.

Die Frischesortimente zählen weiterhin zu den Spitzenreitern und haben aktuell einen Umsatzanteil von knapp 54 Prozent. Auch Naturwaren konnten um 10 Prozent zulegen und machen derzeit 12,5 Prozent des Gesamtumsatzes aus. Während Getränke mit 6,5 Prozent stabil geblieben sind, hat das "klassische" Trockensortiment 5 Prozent verloren und liegt nun bei einem Umsatzanteil von 27 Prozent. Einem Gesamtumsatzplus von durchschnittlich mehr als 10 Prozent stehen moderate Mehrkosten im Bereich Personal (plus 6,4 Prozent) und Miete (plus 6,1 Prozent) gegenüber.

Trotz wachsender Konkurrenz und wahrnehmbarem Preisdruck hat sich die 2004 realisierte Nettohandelsspanne - über alle untersuchten Geschäfte hinweg - um einen Prozentpunkt auf im Schnitt 33,5 Prozent erhöht. Dadurch konnte sich das durchschnittliche Betriebsergebnis von 6,3 auf 9,4 Prozent verbessern. Gerade größere Läden konnten einen Anstieg ihrer Bonwerte um 4 bis 5 Prozent für sich verbuchen. "Die Öffnung der Bio-Branche für neue Zielgruppen macht sich hier bemerkbar. Es kommen mehr Kunden in die Läden, um im Schnitt mehr Produkte pro Besuch einzukaufen", meint Klaus Braun.

In Kürze bringen wir ebenfalls die Ergebnisse der Betriebsauswertung der Wirtschafts- und Organisationsberatung Horst Hartmann.(02.05.05)

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