Anzeige

organic-market.info | Mediadaten | Impressum | Datenschutz

Überwachung von Gen-Mais unzureichend

von Redaktion (Kommentare: 0)


Landwirtschaftsminister Horst Seehofer (CSU) hat trotz erheblicher Kritik einer Fachbehörde an einem Überwachungsplan der Firma Monsanto erlaubt, dass der genmanipulierte Mais MON810 im nächsten Jahr wieder angebaut werden darf. Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) hatte in einer internen Stellungnahme, die Greenpeace vorliegt, zuvor erklärt, der Überwachungsplan für den Gen-Mais sei unzureichend. Greenpeace fordert, den Anbau zu untersagen.

 

"Seehofer hat die Einwände der Fachbehörde schlicht ignoriert und handelt völlig widersprüchlich", sagt Ulrike Brendel, Gentechnik-Expertin von Greenpeace.

 

Insgesamt neun Prüfpunkte sollte Monsanto laut Anordnung berücksichtigen. Das BfN, das an der Risikobewertung von Gen-Pflanzen beteiligt ist, bemängelt in seiner Stellungnahme, dass fünf dieser Prüfpunkte überhaupt nicht berücksichtigt wurden und zwei nur zum Teil. Das BfN kritisiert insbesondere, dass es keine gezielte Überwachung des ausgesäten Gen-Maises gibt. Desweiteren bemängelt das BfN, dass Landwirte, die Gen-Mais anbauen, von Monsanto überwiegend nach ackerbaulichen Aspekten wie dem Wachstum der Pflanzen befragt werden. Auswirkungen auf die Umwelt können so kaum erfasst werden. Zudem will Monsanto bereits vorhandene Daten sammeln und auswerten, die in einigen Fällen gar keinen Bezug zum Anbau von Gen-Mais haben.

Zurück

Uns interessiert Ihre Meinung. Schreiben Sie hier Ihren Kommentar zum Thema!



Jetzt teilen

Anmeldung
Newsletter

Anzeige

Anzeige