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Über 90.000 Unterschriften für eine gentechnikfreie Welt

von Redaktion (Kommentare: 0)


Die Kennzeichnung „Ohne Gentechnik“ und die Novellierung des Gentechnik-Gesetzes hat der Bundestag beschlossen. Zum Zeichen, dass die deutsche Bevölkerung sich auch weiterhin mit viel Kreativität und Engagement für eine gentechnikfreie Welt einsetzen wird, erhielt Herr Bundesminister Horst Seehofer im Rahmen der Wahlveranstaltung der CSU in Weichering über 90.000 Unterschriften.

 

Mit den Worten: „Ich bin mir sicher, dass die Unterschriften bei Ihnen in guten Händen sind.“ übergab Joseph Wilhelm, Initiator „Genfrei Gehen“ und Gründer der RAPUNZEL NATURKOST AG, zusammen mit Wolfgang Schleicher, Initiator www.mein-nein.de Haushalt ohne Genfood und Geschäftsführer Verband Katholisches Landvolk e.V., über 90.000 Unterschriften an Herrn Bundesminister Horst Seehofer. Darüber hinaus bedankte sich der Bio-Pionier aus dem Allgäu für die Erhöhung der Abstandregelungen im neuen Gesetz.

 

Die große Anzahl an Unterschriften aus den Aktionen „Genfrei Gehen“ und www.mein-nein.de ist in den Augen der Akteure ein Indiz dafür, dass es der Gen-Lobby nicht gelungen ist, die „Grüne Gentechnik“ gesellschaftsfähig zu machen. Schon vor 20 Jahren behauptete die Gen-Lobby, die Gentechnik komme flächendeckend. Bis jetzt sind es wenige und nur sehr kleine Anbauflächen in Deutschland. „Für uns ist auch der Beschluss zur Novellierung des Gentechnik-Gesetzes noch lange kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken,“ so die Worte von Joseph Wilhelm nach der Übergabe. „Für uns geht die Arbeit jetzt erst richtig los. Zusammen mit der deutschen Bevölkerung werden wir uns auch weiterhin für eine gentechnikfreie Welt einsetzen,“ fügte Wolfgang Schleicher hinzu. Wichtig sei jetzt u.a., gesetzliche Möglichkeiten zu schaffen, um gentechnikfreie Regionen zu schützen und sich auf der europäischen Ebene für die Reinhaltung des Saatgutes mit einem an der Nachweisgrenze orientiertem Grenzwert einzusetzen.

 

Herr Bundesminister Horst Seehofer nahm die Unterschriften entgegen und betonte in seiner Rede vor Landwirten nochmals, dass Politik für ihn Dienste am Menschen und an der Heimat sei. Daher stimme er bei der wirtschaftlichen Anwendung nur bei Genmais zu, Genraps halte er für unmöglich, da die Auskreuzung mit Wildkräutern nicht zu vermeiden sei. Auch neue Maissorten werde er nicht genehmigen. Die Verschärfung des bisherigen Gesetzes sei auch für  ihn alles andere als ein Zuckerschlecken gewesen, aber das jetzt gültige Gesetz habe große Zustimmung bei der Abstimmung erhalten.

 

Joseph Wilhelm wanderte 7 Wochen längs durch Deutschland – von Lübeck nach Lindau, um unter dem Motto „Genfrei Gehen“ ein aktives Zeichen für eine gentechnikfreie Welt zu setzen. „Gentechnik ist teuer, riskant und überflüssig. Das haben auch die konventionellen Landwirte erkannt“, so der Unternehmer, „Keiner der uns auf dem Weg von der Ostsee bis zum Bodensee begegnete, konnte einen Vorteil der Gentechnik benennen.“ Begleitet haben ihn über 4.000 Menschen.

 

Die Aktion www.mein-nein.de möchte möglichst vielen Menschen die Möglichkeit geben, sich öffentlich zum Thema Genfood zu äußern. Aus vielen "Mein-Neins" wird ein großes gesellschaftliches Bekenntnis und damit eine gewichtige Stellungnahme unterschiedlicher gesellschaftlicher Gruppen für die Ernährungsindustrie und die politisch Verantwortlichen nicht nur in Berlin.

 

Beide Aktionen erklärten zum Ziel: Der schweigenden Mehrheit eine Stimme zu verleihen auch in punkto „Grüne Gentechnik“. Die über 90.000 Unterschriften sind ein Zeichen dafür, dass der Appell angekommen ist. Im Frühjahr wird Joseph Wilhelm nochmals auf eine Reise gehen und in zehn großen, deutschen Städten Vorträge zum Thema „Grüne Gentechnik“ halten. Sein Ziel ist die Aufklärung der Verbraucher, denn nur Wissen verleiht Macht.

 

www.genfrei-gehen.de


 

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