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UHT-Verfahren bei Ziegenmilch überprüft

von Redaktion (Kommentare: 0)


Auf dem europäischen Markt wird UHT-Ziegenmilch bereits angeboten. Dieser werden bei der Herstellung Stabilisatoren zugesetzt, um die Sedimentbildung von Proteinen zu verhindern. Ein Zusatz von Stabilisatoren ist allerdings beim schweizerischen Knospe-Label nicht zugelassen. Eine solche Milch kann daher nicht in Bio-Qualität auf den Markt gebracht werden.

Agroscope Liebefeld-Posieux (ALP), die eidgenössische Forschungsanstalt für Nutztiere und Milchwirtschaft, führte jetzt auf Anfrage eines großen Ziegenmilchproduzenten Versuche zur Herstellung einer ultrahocherhitzten (UHT)-Ziegenmilch in Bio-Qualität durch. Das direkte Erhitzungsverfahren lieferte dabei die besseren Ergebnisse. Beim Verzicht auf Stabilisatoren muss die UHT-Ziegenmilch kühl gelagert werden, um eine Sedimentbildung zu verhindern.

Ziegenmilch wurde bei ALP sowohl mit dem direkten (150°C) als auch mit dem indirekten (135°C) UHT-Verfahren hergestellt. Das direkte Verfahren ist wesentlich schonender für die Milchinhaltsstoffe und ist von Biosuisse für die Herstellung von UHT-Kuhmilch mit dem Knospe-Label zugelassen. Das indirekte Verfahren ist in der Milchindustrie zwar verbreiteter, darf jedoch für Bio-UHT Milch nicht eingesetzt werden.

Durch die Optimierung des direkten Verfahrens kann eine ausreichend stabile UHT-Ziegenmilch ohne Stabilisatoren hergestellt werden. Um die Qualität der Milch sicher zu stellen, muss die Milch kühl gelagert werden. ALP empfiehlt potenziellen Herstellern von UHT-Ziegenmilch ohne Stabilisatoren, lediglich das direkte Verfahren einzusetzen. Bei Kühllagerung ist die mit dem direkten Verfahren erhitzte UHT-Ziegenmilch mindestens 6 Wochen haltbar. (09.06.05)

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