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Deutschland veröffentlicht EU-Agrarsubventionen im Internet

von Redaktion (Kommentare: 0)


Mit Verspätung hat Mitte Juni 2009 auch Deutschland die EU-Direktzahlungen und Marktbeihilfen veröffentlicht. Bayern hatte sich bis zuletzt dagegen gesträubt, obwohl alle Bundesländer laut EU-Beschluss schon seit Ende April zur Offenlegung verpflichtet sind.

Die Zahlen belegen: Große Lebensmittelkonzerne profitieren am meisten von den EU-Agrarsubventionen. Zu den Spitzenempfängern zählen beispielsweise Campina mit 1,9 Millionen Euro, Doux Geflügel mit 4,7 Millionen, das Getreideunternehmen August Töpfer mit 7,4 Millionen und Storck mit 3,3 Millionen Euro.

So sei in Afrika europäisches Milchpulver oftmals billiger als einheimische Frischmilch, und die Kleinbauern könnten mit den Dumpingpreisen nicht konkurrieren. Große Molkereien in Europa erhielten Exportsubventionen in Millionenhöhe. Die bisherige Verteilung der Subventionen schade nicht nur den Milchbauern in den armen Ländern, sondern auch denen in Deutschland und Europa. Sie verschärfe die Konzentration auf der Seite der Milchverarbeiter und heize die Überproduktion an.

Besonders problematisch bewertet die Transparenzinitiative, dass noch immer nicht deutlich wird, wofür die Betriebe das Geld bekommen. Die Homepage der Bundesregierung gebe zu wenig Einzelheiten wieder, so die Transparenzinitiative. Die Transparenz-Initiative wird von 36 Organisationen aus den Bereichen Entwicklung, Umwelt, Verbraucherschutz, Demokratie &Transparenz, Tierschutz und bäuerliche Landwirtschaft unterstützt. Sie setzt sich seit mehr als drei Jahren dafür ein, dass sowohl die Empfänger als auch die Höhe und der Verwendungszweck der vergebenen EU-Agrarsubventionen offengelegt werden.

Die Liste der Empfänger von Agrarsubventionen ist hier einsehbar.
Weitere Informationen unter: www.wer-profitiert.de

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