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Test bestätigt: Auf Bio ist Verlass

von Redaktion (Kommentare: 0)


Der sich rasant verändernde Bio-Markt veranlasste die österreichische Organisation Global 2000 Bio-Obst und -Gemüse aus Supermärkten, Discountern und Reformhäusern auf Pestizidrückstände zu testen. Eingekauft wurden Bio-Tomaten, Bio-Paprika, Bio-Pfirsiche, Bio-Erdbeeren, Bio-Salat und Bio-Melonen. Untersucht wurde an der Lebensmittelversuchsanstalt Wien. In 17 von 18 analysierten Proben waren keine Pestizide vorhanden, in einer Probe Bio-Tomaten wurden jedoch 0,017 mg/kg des Pestizidwirkstoffs Procymidone nachgewiesen. In konventionellen Tomaten darf die Konzentration dieses Pestizid 2 mg/kg betragen, also die 100-fache Menge. „Die von uns nachgewiesene Pestizidmenge ist zwar sehr niedrig, dennoch trübt dieser Nachweis die Freude über die restlichen 95 % einwandfreien Bio-Produkte“, meint Global 2000 Pestizidexpertin Lisa Kernegger. „Denn Pestizide haben in Bio absolut nichts verloren! Wenn wir sie trotzdem finden, müssen wir davon ausgehen, dass die betreffende Ware nicht den Bio-Richtlinien entsprechend erzeugt wurde!“

 

Aus Konsumentensicht ist das vorliegende Untersuchungsergebnis insgesamt sehr erfreulich. Es unterstreicht einmal mehr, dass der Griff zu Bio die Pestizidaufnahme gegenüber herkömmlicher Ernährung gegen Null reduziert: „Theoretisch könnten wir uns von dem getesteten Bio-Angebot - die beanstandeten Tomaten inkludiert - ein ganzes Jahr lang täglich satt essen, und hätten dennoch weniger Pestizide aufgenommen, als wir sonst mit konventionellen Produkten an einem einzigen Tag zu uns genommen hätten!“ führt Kernegger aus. Denn bei den bisher von Global 2000 durchgeführten Pestizidtests (132 Untersuchungen seit 2002) lag die durchschnittliche Pestizidlast von Obst und Gemüse aus konventioneller Landwirtschaft bei 0,44 mg/kg. Zu vergleichbaren Ergebnissen kommt auch die deutsche Lebensmittelkontrolle, die im Vorjahr in über 2000 untersuchten Obst- und Gemüse-Proben eine mittlere Pestizidlast von 0,41 mg/kg feststellte. Wichtig sei jedoch, dass das breiter werdende Angebot auch durch stärkere Kontrollen begleitet werde, damit das Vertrauen in Bio auch in Zukunft berechtigt ist.


 

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