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Studie stellt größeren Kommunikationsbedarf fest

von Redaktion (Kommentare: 0)


Eine Verbraucherbefragung des Umfrageinstituts EARSandEYES in Hamburg hat ergeben, dass der Informationsbedarf der Bevölkerung in Bezug auf Bio- und Fair-Trade-Produkte am Point of Sale nicht voll abgedeckt ist. Ein großer Teil der Bevölkerung kauft seine Bio-Lebensmittel in konventionellen Supermärkten und Discountern. Die Autoren der Befragung haben einen verstärkten Informationsbedarf bei den Bio-Kunden festgestellt. Befragt wurden 560 Personen mittels eines Online-Fragebogens, wovon 511 der Teilnehmer Bio-Kunden waren und 49 keine Bio-Produkte kauften. Die Hauptgründe keine Bio-Produkte zu kaufen, waren Preise, die als zu hoch empfunden wurden und die Unsicherheit, ob es sich bei den angebotenen Lebensmittel wirklich um Bio-Produkte handelt. Auch die Bio-Käufer hatten angegeben, dass sie eine bessere Information über die Produkte wünschten.

 

Wie hoch ist die Bedeutung der Berichterstattung von Greenpeace über Pestizidrückstände in Obst und Gemüse oder die regelmäßigen Untersuchungen seitens verschiedener Zeitschriften einzuschätzen? Rund die Hälfte der befragten Bio-Käufer (52 %) informiert sich regelmäßig oder gelegentlich über Testberichte z.B. bei Ökotest oder die Stiftung Warentest, wie die Bio-Produkte abschneiden. Weitere 32 % informieren sich zumindest ab und zu. Nur 16 % nimmt keine dieser Tests zur Grundlage von Kaufentscheidungen. Bei Bio-Käufern handelt es sich daher um eine sehr gut informierte Käuferschaft, die sensibel auf die Informationsvermittlung besonderer Medien reagiert. Daher ist die Beachtung solcher Tests nicht nur in der Bio-Branche von größter Bedeutung. 

 

Fairer Handel ist für rund ein Drittel der Käufer ein wichtiges Kriterium. Ein knappes Drittel kennt zwar fair gehandelte Produkte, kauft sie jedoch nicht. Das letzte Drittel kennt gar keine Fair-Trade-Artikel. 65 % der Bio-Käufer sagen jedoch, dass es „sehr wichtig“ oder „eher wichtig“ ist, dass ein Naturkostladen fair gehandelte Ware anbietet.

 

Befragt zu den Servicemerkmalen (Bild) eines Naturkostladens sind die Erreichbarkeit und eine gute Beratung (83 %) besonders wichtig. Durchgehende Ladenöffnungszeiten bis 20 Uhr sind für 54 % von Bedeutung.  Die Käufer legen außerdem auf ein umfangreiches Produktsortiment wert. Nur ein Viertel der Bio-Käufer erwartet, dass ihr Naturkostladen auch einen Heimlieferdienst anbietet. Allerdings wünschen sich immerhin knapp die Hälfte der Bio-Käufer eine informative Homepage. Die Frage nach der Favorisierung von Lebensmitteln  bestimmter Verbände oder Marken wird dies von einer knappen Hälfte (45 %) für bedeutend gehalten. Ein Austausch bekannter Marken gegen Unbekannte kann daher ein Risiko darstellen, da ein nicht unerheblicher Anteil der Käuferschaft markenorientierte Kaufentscheidungen trifft.

 

Die Studie „Bio-Produkte in Deutschland“ (42 Seiten), in der u.a. auch Befragungsergebnisse zur Bekanntheit von Bio-Marken und Bio-Verbänden enthalten sind, ist für 250 Euro zu beziehen bei:

 

EARSandEYES GMBH
Institut für Markt- und Trendforschung
Brahmsallee 6
20144 Hamburg
Tel.:+49 40 82 22 40 0
Fax: +49 40 82 22 40 440
info@earsandeyes.com
http://www.earsandeyes.com

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