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Stromschläge im Kuhstall

von Redaktion (Kommentare: 0)


Ca. 350.000 Milchkühe in der Schweiz werden laut der Nutztierorganisation KAGfreiland mit Stromschlägen gequält. Der sogenannte Kuhtrainer, eine unter Strom stehende Installation ist in über 20.000 Ställen fünf Zentimeter über dem Rücken der Kühe angebracht. Weil die Kühe beim Koten den Rücken krümmen, kommen sie mit der Stromleitung in Berührung, wenn sie nicht einen Schritt zurück zum Mistgraben machen.

Nach dem Ergenis einer Umfrage des Schweizer Tierschutzes wünschen sich 85 % der Bevölkerung ein Verbot dieser Praxis. Der Großteil der Milch im Schweizer LEH stammt allerdings aus konventioneller Produktion, die den Einsatz von Kuhtrainern erlaubt. Migros-Sprecherin Monika Weibel kann die Anwendung von Kuhtrainern bei der "Heidi-Milch" nicht ausschliessen. "Wer wirklich sicher gehen möchte, sollte unbedingt Biomilch kaufen. Für dieses Produkt sind die Kuhtrainer verboten." Laut Coop-Sprecher Karl Weisskopf verbietet lediglich das Naturaplan-Label den Einsatz von Kuhtrainern. Zu den vielen anderen Coop-Milchprodukten sagt Weisskopf: «Wenn die Milch auf konventionelle Art produziert wurde, sind Kuhtrainer immer zugelassen."

In der Tierschutzverordnung ist der Einsatz der Kuhzüchtiger erlaubt. Zwar beurteilte das Bundesamt für Veterinärwesen die Stromschläge für Kühe als nicht tiergerecht, doch der Bund hat mit der Bauernlobby aus wirtschaftlichen Gründen einen Kompromiss ausgehandelt. Ein Verbot gilt erst ab 2013 – und lediglich für Neueinrichtungen. Eingeführt wurde der Kuhtrainer in den 70er-Jahren. Gemäss Milchproduzenten-Verband leben jedoch heute bereits 30 % der rund 700.000 Schweizer Milchkühe in tierfreundlichen Laufställen.

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