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Steirische Bio-Imker gegen Antibiotika-Einsatz

von Redaktion (Kommentare: 0)


Der österrreichische Erwerbsobstbau steht vor einer ernsthaften Bedrohung durch den Feuerbrand. Nach großen Schäden im Vorjahr will das Bundesamt für Ernährungssicherheit  erstmals das Antibiotikum Streptomyzin zu dessen Bekämpfung zulassen. Allein in der Steiermark könnte so das Antibiotikum auf einer Fläche von 4.620 ha Obstbau angewandt werden. Steirische Bio-Imker warnen nun vor massiven Auswirkungen dieser Bekämpfungsmaßnahme auf den Bienenbestand und fürchten um das Image ihrer Produkte. Sie fordern die Forcierung von mechanischen Maßnahmen und alternativen Pflanzenschutzmitteln zur Bekämpfung der Bakterienerkrankung.

 

Anders als in Intensiv-Obstplantagen, in denen das Antibiotikum nach wenigen Tagen nicht mehr nachweisbar ist, gelangen Rückstände über den Blütennektar in den Honig. Der auf diese Art und Weise verunreinigte Honig ist nicht mehr verkehrsfähig und soll mit öffentlichen Mitteln aufgekauft und entsorgt werden.

 

Dazu Imker Johannes Gruber: "Von ökologischen Kollateralschäden eines großflächigen Antibiotikaeinsatzes einmal abgesehen, ist eines mit Sicherheit vorhersagbar: Ein gewaltiger Imageschaden für den heimischen Honig. KonsumentInnen lehnen den Einsatz von Antibiotika in der heimischen Lebensmittelproduktion entschieden ab und werden auf Ersatzprodukte zurückgreifen. Die Marke "Steiermark" - als Herkunft von reinen Lebensmittel aus intakter Natur - wird Schaden nehmen." Johannes Gruber bewirtschaftet 60 Bienenvölker nach biologischen Richtlinien im nordoststeirischen Rettenegg.

 

In der Zwischenzeit wurde eine Umweltrechtskanzlei mit der Prüfung von rechtlichen Schritten beauftragt. Etwaige Schadenersatzklagen werden ebenso in Erwägung gezogen wie eine Beschwerde beim Verfassungsgerichtshof.

 

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