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Staatsanwalt ermittelt gegen Öko-Betriebe

von Redaktion (Kommentare: 0)


Zwei Schweinehalter in Nordrhein-Westfalen stehen im Verdacht, gegen die Regeln des ökologischen Landbaus verstoßen zu haben. Die Schweine wurden, nach gegenwärtigem Stand der Kenntnisse, in verschiedenen Betriebsstätten Schweine gehalten. Bei der Verwendung von Futtermitteln, beim Arzneimitteleinsatz und bei der Herkunft der Tiere hielten sich die Betriebe offenbar nicht an die vorgegebenen Produktionsregeln.

 

Nach Kontrollen im letzten Jahr kam das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) dieser Täuschung auf die Spur. Seit Dezember 2006 sind beide Betriebe für die Vermarktung gesperrt. Gleichzeitig wurde Anzeige eingereicht und ein Verfahren wegen Betrugs eingeleitet. Anfang März 2007 wurden alle Betriebsstätten von Polizisten und Amtstierärzten durchsucht und Beweismaterial sichergestellt.

 

Es handele sich im Bereich der Bio-Landwirtschaft um einen bisher einmaligen Betrugsfall, sagte Landesamtssprecherin Dr. Babette Winter. Ein Bußgeld hätte nicht ausgereicht, diese kriminelle Energie zu ahnden. Aus den beschlagnahmten Unterlagen gehe unter anderem hervor, dass ein Bio-Landwirt von Anfang 2006 bis August 2006 175 Mastschweine und 100 Jungsauen aus konventioneller Haltung von einem Bauern aus Telgte bezogen habe. Die Tiere seien als Öko-Schweine zu überhöhten Preisen vermarktet worden.

"Unsere Kontrollen der Bio-Höfe funktionieren", sagte NRW-Landschaftsminister Eckhard Uhlenberg (CDU). Diese Kontrollen würden angesichts des aufgedeckten Betrugsfalles intensiv fortgesetzt.

 

Einer der betroffenen Landwirte spricht hingegen von einer Kampagne des Lieferanten aus Telgte. Der Bauer aus Telgte habe Schwarzgeld kassieren wollen und eine zweite Rechnung für eine Scheinlieferung ausgestellt. Als diese Rechnung nicht bezahlt worden sei, habe der Lieferant angekündigt, ihn in der Bio-Szene anzuschwärzen, sagte Bauer Ulrich F. in einem Interview. Da er seine Öko-Tiere derzeit nur zu normalen Preisen vermarkten könne, sei ihm bereits ein Schaden von 150.000 Euro entstanden, heißt es im Westfalen-Blatt.

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