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Seehofer muss nachbessern

von Redaktion (Kommentare: 0)


Nach monatelangen Verhandlungen ist jetzt der Entwurf für ein neues Gentechnikgesetz bekannt geworden. Auch wenn viele der in den letzten Monaten diskutierten Verschlechterungen nicht eingetreten sind, werfen die geplanten Änderungen eine Reihe ungelöster Fragen auf und sind nicht geeignet eine Lebensmittelproduktion ohne Gentechnik dauerhaft abzusichern.

 

Positiv bewertet der BÖLW, dass es nun doch bei den geltenden Regeln für das Standortregister für Gentechnikpflanzen bleiben soll. Danach müssen Gentechnikfelder parzellengenau im Internet dargestellt werden. „Alles andere wäre zu einem bürokratischen Monster geworden“, versichert Löwenstein (Bild).

 

Für unbegründbar hält der BÖLW-Vorsitzende hingegen, dass konventionell wirtschaftende Bauern durch geringere Feldabstände vor dem Pollenflug von Gentechnikpflanzen geschützt werden sollen als ihre ökologisch wirtschaftenden Kollegen. Der Gesetzesentwurf sieht vor, dass Abstände und sonstige Vorsichtsmaßnahmen gegen Verunreinigungen durch Gentechnik unterbleiben können, wenn betroffene Landwirte auf einen Schutz verzichten oder sich nicht dazu äußern. „Das ist in Wirklichkeit ein weiteres Element zur unkontrollierten Gentechnikausbreitung“, erläutert Löwenstein. Als unzureichend bezeichnet Löwenstein die Haftungsregelung: „Die windelweichen Formulierungen bei der Haftung werden der Wirklichkeit in der Lebensmittelwirtschaft nicht gerecht.“

 

www.boelw.de
www.keine-gentechnik.de

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