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Schweiz: Ärger bei Bio Schwand

von Redaktion (Kommentare: 0)


Das Klima beim Projekt Bio Schwand in Münsingen ist angespannt. Die eigens zur Beurteilung herbeigezogenen Experten und Expertinnen, Urs Niggli (FiBL), Regina Fuhrer (BioSuisse) und Biobäuerin und Großrätin Kathy Hänni hatten sich für die Familie Siegenthaler aus Oberwangen als neue Pächter entschieden. Diese hatten ein überzeugendes Konzept für die Bewirtschaftung des Gutshofs (Bild) geliefert (siehe auch unsere Meldung)

 

Doch die Bio Schwand AG berücksichtigt nun ein Projekt, das es nicht einmal in die engere Wahl der Jury geschafft hatte. Diese Entscheidung stößt bei den Zweitplatzierten und auch bei den Jurymitgliedern auf Unverständnis. Urs Niggli kann allerdings "mit dem Entscheid der Schwand AG leben" und wird das Team nach Kräften unterstützen. Auch das ausgewählte Rubiger Ehepaar Martin Bigler und Alexandra Maier habe gute Erfolgschancen, betont Niggli. Kathy Hänni dagegen distanziert sich "in aller Form und öffentlich vom Vorgehen und dem Entscheid".

 

"Wir haben uns letztlich einfach doch anders entschieden als die Jury", so Schwand-Verwaltungsratspräsident Iseli. Das "Generationenprojekt Siegenthaler" sei zwar gut, doch hätten "zehn kleine Aspekte nicht gepasst". Einer der Minuspunkte war die ursprünglich zu starke Betonung der Direktvermarktung.

 

Für Jurysieger Hans Siegenthaler ist "das Vorgehen völlig unverständlich". Gerade die Direktvermarktung ab Hof und das Einkaufserlebnis seien die Stärken des eingereichten Projekts gewesen. Bio Schwand habe aber dezidiert erklärt, diese Auflagen gehörten nicht zum Pachtbetrieb, daher habe er die Eingabe angepasst. "Doch gerade die fehlende Direktvermarktung wurde uns am Schluss vorgeworfen", sagt Siegenthaler. Iseli entgegnet, dies sei eine "Fehlinterpretation".

 

 

 

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