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Schweiz: Anzahl Produzenten und Fläche stabilisieren sich auf hohem Niveau

von Redaktion (Kommentare: 0)


In der Schweiz arbeiten derzeit genau 6.420 Landwirtschaftsbetriebe nach den Richtlinien der BIO SUISSE, bzw. sind zertifizierte Knospe-Betriebe. Dies entspricht einem Anteil von 11,2 % der gesamtschweizerischen Betriebe. Die 6420 Betriebe bewirtschaften über 112.000 Hektar Land, das sind 10,5 % der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche der Schweiz. Am stärksten ist der Biolandbau in der Bergzone verankert. Hier beträgt der Prozentanteil der Biofläche an der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche rund 22 %. Im Verlaufe dieses Jahres planen 140 Betriebe neu auf Bio umzustellen. Die Zahl der Biobetriebe wächst von 6.280 (2004) auf 6.420 in diesem Jahr. Dies entspricht einem Wachstum von 2,2 %. Nach den stürmischen Wachstumsjahren Mitte der 90-er Jahre und einem erneuten Boom im Jahr 2002 bestätigt sich die Phase des gemäßigten Wachstums, das sich auf einem hohen Niveau stabilisiert.

Einsatz für Ausgleich von Angebot und Nachfrage

Auf der Absatzseite setzen sich BIO SUISSE für Marktnähe und aktive Partnerschaften mit den Lizenznehmern ein. Auf der Produktionsseite werden die Mengen durch strenge Qualitätsvorschriften, durch Koordination und durch Markttransparenz gesteuert.

Die Strategie der BIO SUISSE

Um die Chancen auf dem Markt zu sichern und zu stärken, verfolgt die BIO SUISSE in den kommenden Jahren folgende Strategie:

1. Aktive Unterstützung der Lizenznehmer in der Produktentwicklung und bei Marketing- und Kommunikationsmaßnahmen für Knospe-Produkte.
2. Strenge Kontrolle gemäss den BIO SUISSE Richtlinien für Produktion, Verarbeitung und Handel durch lizenzierte Kontroll- und Zertifizierungsfirmen.
3. Einsatz für faire Preise für Bioprodukte. Mitarbeit am Preisbildungsprozess in der ganzen Wertschöpfungskette.
4. Export: Schweizer Bioprodukte sind im internationalen Vergleich Spitzenprodukte in punkto innerer Qualität und Produktionsstandards.
5. Erarbeitung von Instrumenten zur Mengensteuerung und zur Verhinderung von Überproduktionen.
6. Politischer Druck, dass die Agrarpolitik 2007 durch den Bund korrekt umgesetzt wird.
7. Formulierung von sozialen Mindestanforderungen (sog. Social Standards), damit nicht nur den biologischen, sondern auch den sozial-ethischen Grundsätzen entsprochen wird.
8. Volles Engagement für die Erhaltung einer GVO-freien Landwirtschaft.

Herausforderung Bio-Milch

Zwei große Herausforderungen prägen den aktuellen Bio-Milchmarkt:
1. Im Jahr 2004 wurden ca. 24 Millionen kg Milch (+ ca. 20 %) zuviel produziert. Das Angebotswachstum war in den vergangenen Jahren größer als das Nachfragewachstum.
2. Bis ins Jahr 2009 schafft der Bund die staatlich reglementierte Milchkontingentierung ab. Schrittweise übernehmen nun die Bauernorganisationen die Aufgabe, die Milchmenge zu regulieren. Ab 1. Mai 2005 müssen deshalb alle Biobauern, die Knospe-Milch verkaufen wollen, einer der sechs Milch-Handelsorganisationen angehören.

Fütterung und Tierhaltung machen Bio-Milch aus

Die Kühe erhalten zu mindestens 90 % Raufutter in Bioqualität. Die BIO SUISSE verbietet die Fütterung von tierischen Eiweißen, Fetten und von chemisch-synthetischen Zusatzstoffen, ebenso die prophylaktische Gabe von Chemotherapeutika.

Herausforderung Bio-Fleisch

Die Vermarktung von Bio-Fleisch bleibt ein zentrales Anliegen der BIO SUISSE. Deshalb ist auch die neuste Plakatkampagne "Bio beginnt beim Futter" diesem Thema gewidmet. (24.03.05)

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