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Riesige Beteiligung an der Aktion Bantam-Mais

von Redaktion (Kommentare: 0)


Seit Beginn der Aktion Bantam-Mais vor einem Monat haben bereits 50.000 Saatguttütchen der Süßmaissorte Golden Bantam Gärtnerinnen und Gärtner in ganz Deutschland erreicht. Das übertrifft die kühnsten Erwartungen der Initiatoren.

 

Jeder, der "Golden Bantam" aussät und vermehrt, kann sich für gentechnikfreie Landwirtschaft, Saatguterzeugung und Kulturpflanzenvielfalt einsetzen und im Herbst eine ganz besondere Delikatesse ernten, die in keinem Supermarkt zu haben ist. "Wir bemühen uns um Nachschub, aber das Saatgut wird langsam knapp", sagt Siegrid Herbst von der IG Saatgut, die zusammen mit "Save our Seeds" die Aktion ins Leben gerufen hat, "Mit unserer Aktion treffen wir ein Bedürfnis vieler Verbraucherinnen und Verbraucher, dem Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen in Deutschland konkret und aktiv etwas entgegenzusetzen".

 

Viele Fragen, die der Gentechnik-Anbau für die konventionelle und ökologische Landwirtschaft und besonders für die Saatguterhaltung aufwirft, werden durch die Aktion praktisch nachvollziehbar: "Wie kann ich die Ernte vor gentechnischen Verunreinigungen schützen? Muss gentechnische Verunreinigung des eigenen Anbaus geduldet werden? Auf welche Schutzmassnahmen besteht Anspruch? Wie können sie durchgesetzt werden?" An der Klärung dieser Fragen können sich alle beteiligen, die einen Acker, Garten oder sonnigen Balkon haben, um "Golden Bantam" anzubauen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Aktion können im offiziellen Standortregister nachsehen, ob in ihrer Nachbarschaft Monsantos "Mon810" angebaut werden soll. Für 2006 wurden in Deutschland
knapp 1900 Hektar zum Gentechnikanbau angemeldet. Wer selbst Mais anbaut, kann beim Bundesamt für Verbraucherschutz genaue Auskunft über benachbarte Gentechnik-Standorte einfordern, sich mit den Gentechnik-Mais-Anbauern in Verbindung setzen und sie bitten, keinen Gentechnik-Mais anzubauen. Verschiedene, zunächst angemeldete Flächen wurden bereits wieder zurückgezogen.

 

Die Aktion Bantam-Mais wird unter anderen von den Verbänden des ökologischen Landbaus, Naturkostherstellern und -händlern, Umwelt-, Natur- Verbraucherschutzorganisationen unterstützt. 

 

Die EU-Kommission hatte Mitte Januar 2006 drei weitere gentechnisch veränderte Maissorten des US-Konzerns Monsanto (GA21, MON 863 sowie eine Hybridsorte davon) in der EU zugelassen. GA21 und MON863 sind für den Einsatz als Nahrungsmittel zugelassen, MON 863x810 für die industrielle Verwertung, aber nicht als Futtermittel. Die Zulassungen
gelten für jeweils zehn Jahre. 27 weitere Anträge für gentechnisch veränderte Organismen sind derzeit im Zulassungsverfahren.

 

Weitere Informationen:

 

Saskia Dellwing, Pressestelle Bantam-Mais
Tel.: 030-24047146, Mobil: 0176-60030007, presse@bantam-mais.de


Siegrid Herbst, Interessengemeinschaft für gentechnikfreie Saatgutarbeit:
Tel.: 0511-1317305, Mobil: 0176-24150016, info@ig-saatgut.de

Hintergrundinformationen und Saatgut-Bestellungen unter www.bantam-mais.de


 


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