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Rewe Austria will Bio-Kundschaft mehr bieten

von Redaktion (Kommentare: 0)


Im November 2004 feiert die Bio-Schiene Ja!Natürlich, die bei Billa und Merkur vertrieben wird, ihr zehnjähriges Jubiläum. Die Bedeutung am Lebensmittel-Sortiment ist über die Jahre kontinuierlich gewachsen. Zum Jubiläum wird der Umsatz mit 625 Produkten die 200-Millionen-Euro-Marke überschreiten, hieß es auf einer Pressekonferenz. In den nächsten Jahren sollen die Bioquote wie auch die Umsätze der Marke verdoppelt werden. Bei Billa beträgt der Umsatzanteil von Bio-Produkten fast sechs Prozent, bei Merkur sieben Prozent. Die stärkste Gruppe sind dabei die mit 70 bis 80 Prozent Backwaren, gefolgt von Molkereiprodukten, Obst und Gemüse. Bei letzteren soll das Basis-Sortiment, das der Kunde das ganze Jahr über erhält, noch ausgebaut werden. Mitte 2005 soll eine eigene Bio-Produktlinie für den Rewe-Discounter Penny starten. Entwicklungsmöglichkeiten - gerade auch für Ja!Natürlich - sieht das Unternehmen unter anderem Convenience-Produkten. In den nächsten Jahren soll die Marke aber auch international platziert werden, zurzeit beläuft sich der Export - in erster Linie nach Italien - auf rund 2 %.

Rewe arbeitet mit 7000 österreichischen Biobauern zusammen. Ausländische Bioproduzenten kommen zum Zug, wenn es etwa um Zitrusfrüchte geht oder wenn der österreichische Markt nicht ausreichend liefern kann. Derzeit stammen rund 15 % der Ja! Natürlich-Produkte aus dem Ausland. "Die Qualitätskontrolle werde über internationale Zertifizierungsorganisationen sowie hausintern bewerkstelligt. Weitere Regionen in Österreich sollen für die biologische Produktion erschlossen werden. 18 Millionen Kilogramm Biogetreide, etwa 80 Prozent der gesamten heimischen Produktion, gehen bereits an Ja!Natürlich. Der Boom bei Bioprodukten wäre in Österreich ohne Ja!Natürlich nicht möglich gewesen, betonte der Niederösterreichische Landesrat Josef Plank. Die Zahl der Biobauern sei seit 1990 von damals 1.500 auf 19.000 angewachsen. 13 % der landwirtschaftlichen Fläche werden mittlerweile biologisch bewirtschaftet.

Konkurrent Spar setzt bei Bio vor allem auf Obst und Milchprodukte. Bio-Fleisch wird nur in ausgewählten Filialen angeboten. Außerdem bietet man Waren an, die zusätzlich fair gehandelt sind: etwa Bananen, Zucker und Fruchtsäfte. Insgesamt hat Spar je nach Saison 160 bis 200 Natur Pur-Artikel gelistet. (15.12.04)

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