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Reiner Wein!

von Redaktion (Kommentare: 0)


Während immer mehr Weinkenner und KonsumentInnen reinen und authentischen Wein wünschen und die Verbreitung von neuen Methoden der „Kunstwein-Herstellung“ beklagen, geht der österreichische Demeter-Bund eigene Wege. In den seit 1. April 2006 gültigen Keller-Richtlinien werden alle erlaubten Mittel und Verfahren dargestellt. Alles andere ist verboten. So sind etwa die sonst üblichen Reinzuchthefen und Bakterien – vielfach Derivate von Genmanipulationen – nicht zugelassen. Diese starten die Vergärung und „stylen“ den Wein. „In unseren Weingärten befinden sich – wegen der schonenden Bearbeitung und dem Pestizidverzicht – genügend natürliche Hefen an den Weintrauben. Das ist die beste Basis zur Erzeugung unverfälschter, regionaltypischer Weine“ erkärt Stefan Beschorner von Demeter.


Begünstigt durch das neue EU-USA-Weinabkommen wird der Verbreitung von „Kunstwein“ ein weiteres Tor geöffnet. Das sind z. B. „fraktionierte“ Weine: hier wird der Wein in einer Zentrifuge in seine Einzelteile zerlegt, mit künstlichen Aromen versetzt und je nach gewünschtem Geschmacksprofil zu einem normierten Industrieprodukt zusammengesetzt. Oder es werden anstatt einer aufwändigen Reifung im Eichenfass einfach Eichenspäne zum Wein in die Stahltanks beigemengt. Daneben werden auch Weine zugelassen, welche „konzentriert“, das heißt zur Geschmacksintensivierung eingedickt werden.

 

Im bio-dynamischen Weinbau steht der Terroir-Gedanke im Vordergrund. Nur intaktes, komplexes Bodenleben kann für kräftige Rebstöcke und gesundes Traubenmaterial sorgen. In konsequente Weiterentwicklung der Bio-Idee wird nicht nur auf chemisch-synthetische Dünger oder Pflanzenschutzmittel verzichtet, sondern auch mit homöopathie-ähnlichen Methoden gearbeitet.

 

In einem Langzeitversuch der Washington State University wurden Weintrauben biologisch und bio-dynamisch kultiviert. Der Versuch zeigte, dass der bio-dynamische Wein eine ideale Balance, d. h. ein ausgewogeneres Verhältnis von Extrakt, Frucht, Säure, Alkohol und Tannin aufwies. Die bio-dynamischen Trauben zeigten signifikant höhere Brixgrade (Fruchtzucker-Kennzahl) und enthielten deutlich mehr Phenole, Anthozyane und Tannine. Diese sekundären Inhaltsstoffe sind nicht nur Geschmacksträger, sie sollen auch gesundheitsfördernd und krebsvorbeugend durch ihr antioxidatives und antimikrobielles Potenzial wirken.

 

Aktuell sind sechs Weingüter in Österreich bio-dynamisch zertifiziert, darunter auch die renommierten Betriebe Familie Saahs/Nikolaihof und Fam. Michlits/Mein Klang. Weitere zehn Betriebe befinden sich in der dreijährigen Umstellungsphase.


www.demeter.at, www.nikolaihof.at, www.meinklang.at

 

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