Anzeige

organic-market.info | Mediadaten | Impressum | Datenschutz

Regionaler Einkauf in Wiesbaden

von Redaktion (Kommentare: 0)


Die Stammkunden des wiesbadener Bio-Ladens von Gabriele Schmitt wollten sich mit der anstehenden Schließung des kleinen Naturkostfachgeschäfts nicht abfinden. Kurz entschlossen riefen sie eine Einkaufsgenossenschaft ins Leben. Das neue Konzept setzt verstärkt auf Regionalität. Mitte Mai 2006 hat der "Regioladen" neu eröffnet.                    

 

Anfang der 90er Jahre hatte Gabriele Schmitt ihr Geschäft eröffnet. In Wiesbaden gehörte sie somit zu den ersten, die Bio-Lebensmittel und Naturwaren anboten. Während der Laden zunächst so erfolgreich war, dass die Inhaberin ihn vergrößern und einen Mittagstisch einrichten konnten, bekam sie in den letzten Jahren verstäkt die Konkurrenz der billigeren Bioprodukte in den Supermärkten zu spüren. 

 

Anfang dieses Jahres begann sie mit der Suche nach einem Nachfolger und kam so mit einem ihrer Stammkunden ins Gespräch. Dieser wollte zwar allein das Risiko nicht tragen, hatte aber die Idee, per Unterschriftenliste Partner für einen Genossenschaftsladen zu suchen. Bereits 23 Mitglieder zählt die Genossenschaft mittlerweile. Die Idee: "Jeder kann die Geschäftspolitik mitbestimmen und seine eigenen Fähigkeiten einbringen". Jedes Mitglied leistet eine einmalige Einlage von 100 bis 200 Euro, die beim Ausscheiden zurückerstattet wird. Ein monatlicher Beitrag zur Deckung der laufenden Fixkosten kommt dazu. Dafür erhalten Mitglieder im Regioladen 10 - 30 % Rabatt auf jeden Einkauf.

 

Der Regioladen steht allen interessierten Kunden offen und bietet vor allem Produkte aus der Region. Zum Sortiment gehören u.a. Wurst und Fleisch, Obst von Streuobstwiesen, Brot, Milchprodukte und Honig aus der Bioimkerei eines Genossenschaftsmitglieds. Die kleinen Anbieter aus der Umgegend wolle man unterstützen und persönliche Kontakte zwischen gleichgesinnten Menschen aus der Nachbarschaft fördern, so das erklärte Ziel der Unternehmer.

 

Noch attraktiver soll der Laden durch Kochkurse und "Bio-Feinschmeckerabende" werden. Zusätzlich sollen die Kunden die Gelegenheit haben, regionale Biobetriebe zu besichtigen. Die Betreiber hoffen, dass noch möglichst viele Kunden die Idee mittragen und Genossenschaftler werden, denn erst ab 50 bis 70 Mitgliedern können sie rentabel arbeiten. Gabriele Schmitt will den Regioladen als Angestellte der Genossenschaft mit verkürzten Öffnungszeiten weiterführen.

Zurück

Uns interessiert Ihre Meinung. Schreiben Sie hier Ihren Kommentar zum Thema!



Jetzt teilen

Anmeldung
Newsletter

Anzeige

Anzeige