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Regionale Qualität in der EU stärken

von Redaktion (Kommentare: 0)


"Die Novellierung der EU-Regeln zum Schutz von Qualitätslebensmitteln mit geographischen Ursprungsbezeichnungen ist überfällig. Erzeuger und Verbraucher brauchen verlässliche und transparente Regeln, die die Kriterien für den Qualitätsanspruch auch wirklich absichern", fordert Friedrich Wilhelm Graefe zu Baringdorf (Bild), Berichterstatter des Europäischen Parlaments zu geographischen Ursprungsbezeichnungen und traditionellen Spezialitäten. "Mit geschützten Qualitätsprodukten darf kein Schindluder getrieben werden. Wenn eine regionale Spezialität wie Parmaschinken einmal in den Verdacht gerät, mit holländischen Schweinen aus industrieller Massentierhaltung den Umsatz zu steigern, ist das Vertrauen der Verbraucher schnell verspielt. Deswegen liegt es auch im Eigeninteresse der Erzeuger, die Qualität mit strengen Regeln vor Etikettenschwindel zu schützen."

 

"Europa hat seine Qualitätsregeln gegen die Angriffe der USA und Kanada bei der WTO erfolgreich verteidigen können. Die jetzt infolge des WTO-Schiedsspruchs vorgenommenen Anpassungen sind kein Zugeständnis, sondern stärken die Position der EU bei den anstehenden Verhandlungen zur Regelung des Welthandels", erklärt Graefe zu Baringdorf,  der auch stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung im EU-Parlament ist. "Der Schutz von geographischen Herkunftsangaben und Qualitätsstandards ist ein wesentliches Instrument, um den Welthandel mit Agrarprodukten zu qualifizieren. Der Handel mit Rohstoffen schafft für die Erzeuger keinen Mehrwert. Für viele Bauern, auch in den Entwicklungsländern, bieten geographische Qualitätskennzeichnungen die Chance, höherpreisige Märkte zu erschließen. In China und Thailand sind mittlerweile mehrere Hundert geographische Herkunftsbezeichnungen angemeldet. Solche Qualitätserzeugnisse sollen auch international fair gehandelt werden."

 

"Der Interessenkonflikt läuft nicht zwischen der EU und ihren Partnern in der WTO. Die Auseinandersetzung verläuft vielmehr zwischen einer Lebensmittelindustrie, die ihre Handelsmarken weltweit an den Kunden bringen will und deren Rohstoffe austauschbar sind, und regionalen Erzeugern, für die ihre Spezialität eine Besonderheit ist, die untrennbar mit den natürlichen und sozialen Bedingungen ihrer Region verbunden ist", so Graefe zu Baringdorf.

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