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Quo vadis Qualitätspolitik?

von Redaktion (Kommentare: 0)


Das Grünbuch der EU-Kommission unterbreitet Vorschläge für eine künftige Qualitätspolitik bei Agrarerzeugnissen in der Europäischen Union. Diese gehen für die Assoziation ökologischer Lebensmittel-Hersteller (AoeL) jedoch teilweise in die falsche Richtung. Die Entscheidung über ökologisches Handeln werde allzu oft einfach auf den Verbraucher abgewälzt.

Dabei liegen die Instrumente für einen effektiven Umweltschutz in der Hand des Gesetzgebers: „Umweltkosten müssen internalisiert werden“, fordert der Verband. Erst wenn die Marktpreise die volle ökologische Wahrheit sagen, wird die Knappheit und Kostbarkeit natürlicher Ressourcen zum Gegenstand wirtschaftlicher Entscheidungen.

Gerade auf dem Gebiet des Umweltschutzes leisten die AoeL-Unternehmen heute schon Pionierarbeit. Selbst in der Fleischindustrie gelingt die Produktion von CO2-neutralen Lebensmitteln, wie Ökoland jetzt mit der Superwurst bewiesen hat. „Durch schärfere gesetzliche Vorgaben bei der Emissionstechnik könnte die EU noch wesentlich mehr in Richtung nachhaltiges Wirtschaften steuern“, sagt Patrik Müller, Geschäftsführer von Ökoland.

„Neue staatliche Labels mögen ja hilfreich sein“, sagt Dr. Alexander Beck, Geschäftsführer der AoeL, „aber sie reichen einfach nicht aus.“ Mit der bloßen Kennzeichnung über tiergerechte Haltung beispielsweise gebe der Staat die Verantwortung zum Tierschutz komplett an den Verbraucher ab. Damit werde die systematische Verletzung des Tierwohls bei herkömmlichen Massenbetrieben jedoch nicht aus der Welt geschafft. „Der Staat hat die Aufgabe, bestimmte Tierhaltungspraktiken zu unterbinden“, so Beck.

Die AoeL fordert daher die Bundesregierung auf, sich in der Europäischen Union und in Deutschland für echte Lösungsansätze stark zu machen!

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