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Problemhaltung: Puten im Öko-Landbau

von Redaktion (Kommentare: 0)


Aus Anlass des Betrugsfälle von Berthold Franzsander um die Putenhaltung in Nordrhein-Westfalen, geht die Berliner TAZ heute auf das Problem der Produktion in einem aktuellen Artikel von Hanna Gersmann ein. In dem Artikel heißt es: Der nordrhein-westfälische Bauer und Grünen-Politiker Friedrich Ostendorff fordert jetzt: "Wir müssen ehrlich sagen: Es gibt keine Bio-Puten." Mit "wir" meint er alle Mitglieder von Bioland, dem größten Bio-Anbauverband in Deutschland. Der einst größte Bio-Geflügelhändler der Republik, dem es nun "aufrichtig leidtut", hat seine Puten in verbotenem Maße mit stinknormalem statt mit ökologischem Futter versorgt.
Ostendorff nimmt die Entschuldigung nicht an. Er ist wie viele seiner Kollegen vergrätzt wegen "so viel krimineller Energie".
Nachdem der Bioland-Verband Herrn Franzsander bereits ausgeschlossen hat, hat der Verband Ende Januar auch Anzeige gegen ihn erstattet.


Nun kommt immer mehr die Art der Haltung sowie die Züchtung von Puten ins Visier. Sie sind alles andere als kompatibel mit den Prinzipien des Öko-Landbaus. Umweltschützer, so die TAZ, forderten schon lange den Ausstieg aus der Putenzucht. Ostendorff sei allerdings der einzige Biolandwirt, der dafür kämpft - und er macht sich Feinde. Zum Beispiel Bioland-Chef Thomas Dosch. Ihm sieht man die Verärgerung an, wenn er sagt: "Wir brauchen kein Moratorium." Er will das Geschäft nicht anderen überlassen, wie beispielsweise Naturland, schreibt Hanna Gersmann.

Auf Fragen der Züchtung geht eine Diskussionsveranstaltung mit Sarah Wiener auf der kommenden BioFach in Nürnberg ein.Das Bewusstsein für konsequent ökologische Tierzucht wächst zunehmend bei Verbänden und Institutionen als auch bei einigen Handelsunternehmen. Aber in der Vermarktung besteht Handlungsbedarf: Im Bio-Markt lag der Fokus lange Jahre auf pflanzlichen Produkten. Mit steigenden Tierzahlen wurden zunächst Fragen der Tierhaltung drängend. Der Kunde hingegen geht von einer ökologischen Zucht für Bio-Tiere aus, damit es beispielsweise kein Küken-Töten bei der Bio-Eierproduktion gibt.

"Mehrwert Ökologische Tierzucht - Differenzierung in der Vermarktung tierischer Produkte", heißt daher eine Veranstaltung am 21.2.2009 auf der BioFach in Nürnberg von 16-17.30 Uhr, Messegelände Nürnberg im Raum Oslo. Teilnehmer der Diskussion sind Sarah Wiener, Schirmherrin Tierzuchtfonds für artgemäße Tierzucht, Prof. Dr. Franz Theo Gottwald, Schweisfurth Stiftung, Sven Euen, tegutG gute Lebensmittel und Jörg Reuter, ÖkoStrategieberatung. Die Leitung hat Dr. Katharina Reuter vom Tierzuchtfonds für artgemäße Tierzucht
bei der Zukunftsstiftung Landwirtschaft.
www.tierzuchtfonds.de


Quelle: TAZ

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