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Pillnitzer Sommerakademie zur Ökologischen Tierhaltung

von Redaktion (Kommentare: 0)


In Deutschland, wie auch in den Ländern Mittel- und Osteuropas ist der Biolandbau einer der größten Wachstumszweige im Bereich der Land- und Lebensmittelwirtschaft. Um diese rasante Entwicklung nachhaltig zu gestalten, braucht es gut ausgebildete junge Landwirte und Agraringenieure. Bisher wird der Ökolandbau in den mittel- und osteuropäischen Ländern an Fach- und Hochschulen jedoch in geringem Umfang gelehrt und auch die praktische Ausbildung in diesem Bereich ist schwach entwickelt. Besonders die ökologische Tierhaltung ist vielerorts gering vertreten.

 

Aus diesem Grund wurde von EkoConnect e.V. und der Professur für ökologischen Landbau an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden-Pillnitz, die „Internationale Pillnitzer Sommerakademie Ökologische Tierhaltung“ ins Leben gerufen. Dieses Jahr fand sie zum zweiten Mal mit 29 Studierenden aus neun Ländern statt. Die ausländischen Teilnehmer erhielten für ihren Studienaufenthalt Stipendien, die von der Schweisfurth-Stiftung (München) und der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit (Warschau) ermöglicht wurden.

 

Das Programm der Tagung umfasste Vorlesungen von Hochschuldozenten und landwirtschaftlichen Beratern, die sich in Deutschland seit vielen Jahren mit Ökolandbau und Öko-Tierhaltung beschäftigen. Der Hauptfokus lag auf Milchvieh-, Schweine- und Geflügelproduktionstechniken. Auch Nutztierverhalten, alternative Züchtungsmethoden und Ökolandbaurichtlinien wurden gelehrt. Darüber hinaus besichtigten die Teilnehmer zwei sächsische Bio-Betriebe mit eigener Fleisch- und Milchverarbeitung sowie gut ausgebauter Direktvermarktung. Dort konnten an praktischen Beispielen erlernte Kenntnisse mit den Landwirten diskutiert werden. Die Teilnehmer nutzten in Gruppenarbeiten und Diskussionen die Möglichkeit, beispielhaft Projekte im Ökolandbau umzusetzen, beispielsweise die Umstellung eines Betriebes von konventioneller auf ökologische Landwirtschaft oder gesellschaftliche Einflussnahmemöglichkeiten und Ansätze für die Förderung des Ökolandbaus.

 

Die Studenten aus Deutschland, Estland, Litauen, Pakistan, Polen, Serbien, der Slowakei, Tschechien und Weißrussland waren sich einig: Bei der Entwicklung es Ökolandbaus in den eigenen Ländern, steht weniger die Wettbewerbskraft gegenüber den Nachbarstaaten als vielmehr die nachhaltige Entwicklung eines stabilen Öko-Sektors in der Landwirtschaft im eigenen Land im Vordergrund. Dabei ist eine internationale Zusammenarbeit wichtig und kann die Vernetzung von jungen und engagierten Biolandwirten, Beratern und Dozenten zu einem europäischen Netz sehr hilfreich sein. Die Sommerakademie zur Öko-Tierhaltung war dazu ein gelungenes Beispiel und ein wichtiger Mosaikstein.


http://ekoconnect.org/projekte_pillnitzer_sommerakademie.html

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