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Pestizide in 60 % der Proben

von Redaktion (Kommentare: 0)


In fast 16.000 untersuchten Proben lag der Anteil von mit Pestiziden belastetem Obst und Gemüse bei 60 %, das sind fast 9.600 Produkte. Bei 7,4 % werden sogar die Grenzwerte überschritten, berichtet die Frankfurter Rundschau. Nach einem  Bericht des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) sind neben Paprika,Trauben, Beeren und Aprikosen vor allem Salate stark mit Pestiziden belastet. Bei Rucola ist jede dritte Probe belastet, bei Paprika ist es jede fünfte. Auch Gurken und Feldsalat gehören zu den zehn am meisten belasteten Gemüsesorten.

 

Zum Weltverbrauchertag am 15. März 2006 legte das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) die „Nationale Berichterstattung Pflanzenschutzmittelrückstände“ vor. Die Zahlen basieren auf Daten aus den Bundesländern und Untersuchungen im Jahr 2004. Rund 52 % der Proben waren belastet, überschritten aber nicht  die Grenzwerte. Bei 7,4 Prozent der Proben wurden die gesetzlichen Höchstmengen für Rückstände von Pestiziden nicht eingehalten.

 

Aufgrund der Situation, die sich tendenziell verschlechtert, fordert Foodwatch-Geschäftsführer Thilo Bode eine Änderung des Haftungsrechts, das den Handel zwingt, für die Qualität der Produkte geradezustehen. Er verlangt „mehr Transparenz im Supermarkt“. Ein Prozent der Ware schätzen Fachleute sogar als gesundheitsgefährdend ein, weil die Höchstmengen stark überschritten sind. Nicht nur Obst und Gemüse bergen Pestizidrisiken, auch in Milchprodukten tauchen längst verbotene Gifte wie Lindan und DDT auf.

Bei den Belastungen ist ein Aufwärtstrend festzustellen: Vom Jahr 2003 auf 2004 stieg die Zahl der belasteten Proben um 10 %. Die Zahl der Proben, in denen die vorgeschriebenen Höchstwerte überschritten wurden, legte von 6,9 auf 7,4 % zu.  Als einen Grund für die Belastungen nennt der Bericht den nicht fachgerechten Umgang von Landwirten mit Pestiziden, besonders häufig im Ausland. Die hessische Verbraucherzentrale appelliert deshalb an den Handel, konkrete Vereinbarungen mit den Importeuren über verwendete Wirkstoffe und duldbare Rückstände zu treffen.

 

Bei den Untersuchungen von Babygläschen konnten hingegen keine Überschreitungen der Höchstwerte festgestellt werden. Auch  Bananen, Brokkoli und Spargel schnitten gut ab. Allerdings rät der Verbraucherschutz dazu, Bio-Produkte zu kaufen, um sicher vor Pestizid-Rückständen zu sein. 
 

 

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