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Pestizid-Monitoring für Obst und Gemüse aus ökologischem Anbau

von Redaktion (Kommentare: 0)


Bei 92,1 Prozent aller Proben von Obst und Gemüse aus ökologischem Anbau lassen sich keinerlei Pestizide oder lediglich Spuren im Bereich der Nachweisgrenze feststellen. Diese hervorragende Bilanz kurz vor Abschluss des bundesweiten Projekts "Monitoring-System für Obst und Gemüse im Naturkostfachhandel" präsentierte im November 2004 der Bundesverband Naturkost Naturwaren (BNN) Herstellung und Handel e.V. in Hamburg.

632 Obst- und Gemüseproben aus ökologischem Anbau wurden seit Juli 2003 auf Pestizide untersucht. Lediglich bei 33 Proben konnten die Labore überhaupt Rückstände feststellen. Das entspricht 5,2 Prozent. Die gesetzliche Höchstmenge wurde dabei nur von 0,8 Prozent aller Proben überschritten. Zum Vergleich: Bei konventionellem Obst und Gemüse in der EU wird bei mehr als jeder 20. Probe die Rückstandshöchstmenge nicht eingehalten. Diese Zahl nennt der aktuelle Bericht der EU-Kommission zur "Überwachung von Pestizidrückständen in Erzeugnissen pflanzlichen Ursprungs". (Bild/BNN: Projektkoordinatorin Dr.Sylvia Lorenz bei der Probenziehung im Großhandel.


Das Pestizid-Monitoring-Projekt läuft im Rahmen des Bundesprogramms Ökologischer Landbau und wird vom Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft bis Ende 2004 mit 137.000 Euro finanziell gefördert. Das Ziel, mögliche Anbaufehler und Lücken in der Qualitätssicherung aufzudecken und abzustellen, konnte erreicht werden: "Die intensiven Recherchen bei Rückstandsfällen haben dazu geführt, dass auch bisher unbekannte Schwachstellen bei Anbau, Lagerung, Transport und Weiterverarbeitung bekannt geworden sind", berichtete Elke Röder, Geschäftsführerin des BNN Herstellung und Handel.
(Bild/BNN: Labor Dr. Specht & Partner )

Die Erfolge des Monitoring-Systems haben Projektteam, Projektteilnehmer und die Naturkostbranche überzeugt. Das Projekt wird daher nach dem Auslaufen der Förderung durch das Bundesverbraucherministerium Ende 2004 auf freiwilliger Basis fortgesetzt. Die Finanzierung übernehmen dann die beteiligten Import- und Großhandelsunternehmen. (29.11.04)

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