Anzeige

organic-market.info | Mediadaten | Impressum | Datenschutz

Österreichische Bio-Supermarktkette Livit in Konkurs

von Redaktion (Kommentare: 0)



Die Bad Haller Bima Handels GmbH, besser bekannt unter der früheren Bezeichnung Livit, hat sich völlig verkalkuliert, heißt es beim österreichischen Wirtschaftsblatt. Angeblich hat das Unternehmen rund 14 Millionen Euro Schulden. Die Bio-Supermarkt und Reformhaus-Kette Livit, die am 4. Dezember 2008 ohne großen Aufhebens in Bima Handels GmbH umbenannt wurde, ist inzwischen in Konkurs gegangen.
 

Von den Schulden im Wert von 13,86 Millionen Euro, entfallen 6,62 Millionen Euro auf „Stille Gesellschafter", rund 1,38 Millionen € auf Banken und 982.000 € auf Lieferanten. Auffällig sei an dem Konkursantrag, so das Wirtschaftsblatt, dass der Posten „sonstige Verbindlichkeiten" mit 344.000 € beziffert wird und der Posten „Schadenersatzansprüche" mit 2,92 Millionen €. Der Buchwert der Aktiva wird mit 2,22 Millionen € beziffert, das freie Vermögen betrage hingegen nur 204.181 €, so Wirtschaftsblatt. Als Ursachen für die Pleite werden im Konkursantrag „die globale Weltwirtschaftssituation" und ein Liquiditätsmangel bei der Privatkundschaft in Sachen „teurer Bio-Lebensmittel" genannt.

Allerdings sind die Umsätze zumindest in Deutschland in den vergangenen drei Monaten im Fachhandel nicht gesunken. Zudem seien die Biolinien bei Livit "auf den Kopf gefallen". Allerdings dürfte dies nur die halbe Wahrheit sein, mutmaßt die Kid Möchel, Autor des Artikels. Denn zwischen den Zeilen könne man im Konkursantrag eine „zu schnelle Expansion" als Pleite-Ursache herauslesen. Im Februar 2005 startete die Bio-Kette Livit mit der Zentrale in Bad Hall und hat seither sechs Standorte in Wels, Linz, Bad Hall, St. Pölten und Wien. Beschäftigt sind 76 Mitarbeiter. Der Business-Plan gab laut Konkursantrag vor, „dass eine kostendeckende Betreibung der eingerichteten Management-Ressourcen ein Filialnetz von zumindest acht bis zehn Filialen österreichweit vorsieht". Die Anlaufverluste sollten ursprünglich nur zwei bis drei Jahre dauern, aber bislang sind die prognostizierten Zahlen nicht eingetreten.

Trotz erheblicher wirtschaftlicher Probleme wurde im Herbst 2008 eine zweite Filiale in Wien (wir berichteten) eröffnet (siehe Bild oben). Die Bima Handels GmbH beziehungsweise Livit hofft, dass Dennree „eventuell zwei Standorte in Wien und Linz" in Form eines Asset-Deals übernimmt. Zugleich wird versucht, frisches Kapital aufzutreiben.

Quelle:

http://www.wirtschaftsblatt.at/home/oesterreich/branchen/355656/index.do

 

Zurück

Uns interessiert Ihre Meinung. Schreiben Sie hier Ihren Kommentar zum Thema!



Jetzt teilen

Anmeldung
Newsletter

Anzeige

Anzeige