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Österreich: Werner Lampert kreiert Milchlabel für Hofer

von Redaktion (Kommentare: 0)


Nach dem Ausstieg bei Billa startete Werner Lampert, Erfinder und Ex-Chef der Billa-Bio-Marke "Ja!Natürlich" einige Projekte, ein großer Erfolg war allerdings nicht dabei. Das könnte sich jetzt ändern: Für die österreichische Discouter-Kette Hofer - ein Tochterunternehmen des deutschen Discounters Aldi Süd - hat Lampert eine neue Milchproduktlinie entwickelt, die seit Oktober 2006 als Innovation in Hofer-Filialen steht. Sie heißt "Zurück zum Ursprung" und besteht vorerst aus 22 Molkereiprodukten, deren Rohstoff von 500 Bauern der Obersteirischen Molkerei und 100 der Bergland-Molkerei (Schärdinger) aus dem Mostviertel geliefert wird. Branchenexperten halten den Erfolg des neuen Hofer-Labels für vorprogrammiert. Damit ist eine Mopro-Linie auf den Markt, die sich zwischen biologischem und konventionellem Landbau positioniert und mehr ökobewusste Klientel in die Hofer-Filialen bringen könnte.

 

Die neue Hofer-Milch unterscheidet sich von der herkömmlichen vornehmlich durch die Art der Tierhaltung und-fütterung, für die Lampert Richtlinien entwickelte. Gentechnik-, Soja- und Silo-freies Futter sowie eine naturnahe Tierhaltung zählen dabei zu den wichtigsten Eckpunkten. Echte Bio-Ware sind die neuen Milchprodukte allerdings nicht, weil die Zulieferer konventionelle Betriebe und keine BioBauern sind. Etwa fünf Cent pro verkauften Liter Milch (Ladenpreis 95 Ct.) sollen direkt auf das Konto des jeweiligen Bauern fließen.

 

Lamperts ehemaliger Arbeitgeber Billa reagierte wenig begeistert auf dessen Hofer-Engagement. Ein von Brancheninsidern lanciertes Gerücht, nachdem Hofer mehrere Teile des Lebensmittelbereichs neu strukturieren will, wird als Frontalangriff auf Billa gewertet. Billa-Sprecher Robert Poschacher, spricht in diesem Zusammenhang von Verbrauchertäuschung. Lampert hatte kürzlich mit Kritik an der Qualität biologischer erzeugter Lebensmittel für Diskussionen gesorgt.

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