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Österreich: Handelskette Hofer vermarktet Bio-Rindfleisch

von Redaktion (Kommentare: 0)


Österreichische Bio-Rinderbauern, bisher mangels Vertriebskanälen von Absatzsorgen geplagt, können aufatmen: Seit Dezember 2005 verkauft die Handelskette Hofer in Oberösterreich, in Teilen Salzburgs und Niederösterreichs Bio-Rinderhackfleisch. Dies wird als Testlauf für ganz Österreich und für weitere Bio-Rindfleischprodukte verstanden.

Hans Buchner, Sprecher der oberösterreichischen Bauern im bundesweiten Bioverband Bio Austria, zeigte sich erleichtert. Wöchentlich würden so bis zu 40 Bio-Rinder mehr aus Oberösterreich auch als "bio" vermarktet werden.
Im Lande gibt es rund 1800 Bio-Rinderbauern, von denen etwa ein Viertel ihre Ware mangels Absatzmöglichkeit konventionell und damit billiger verkaufen muss. Bio-Rindfleisch erzielt mit rund 3 Euro/kg einen zehn- bis 15-prozentig höheren Preis als konventionelle Ware (2,80 Euro/kg).

Mit dem Bio-Boom in Österreichs Landwirtschaft ist auch die Zahl der Gastwirtschaften, die Bio-Menüs anbieten, stark angestiegen. Eine Garantie für kontrolliert biologische Herkunft der Lebensmittel gab es für die Gäste bislang kaum, da es keine Kontrollpflicht für Wirte gab. Der Gesetzgeber hinkte hinter der neuen Entwicklung in der Gastronomie her. In der Kontrollkette klaffte eine bedenkliche Lücke.

Eine EU-Richtlinie soll das jetzt ändern. Ab 2005 werden Gastwirte, die ihre Gerichte unter dem Motto "bio" verkaufen, von Experten geprüft. Aus Sicht des Konsumenten ist dieser Schritt längst überfällig. Auch aus Sicht jener wenigen Wirte, die sich bereits (freiwillig) kontrollieren lassen, ist die Neuregelung dringend nötig. Nun ist erstmals ein fairer Wettbewerb unter den Gastwirten in Sicht.

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