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Österreich: Betrugsprozess um Biozwiebeln und -kartoffeln

von Redaktion (Kommentare: 0)


Nach einem Jahr in der Warteschleife kam es zum erneuten Zusammentreffen der Angeklagten und Richter.

Der Geschäftsführerin der Verpackungsfirma Anton Mikulics GesmbH im Bezirk Gänserndorf, Erna M. (51), wird vorgeworfen rund 648.721 Kilo konventionell produzierte Kartoffeln und Zwiebeln in Bio-Säcke verpackt und somit als falsch deklarierte Bioware in den Handel in Niederösterreich gebracht zu haben. Geständig zu diesem Vorwurf und somit zum gewerbsmäßig schweren Betrug zeigte sich auch Manfred M. (43), der tatsächliche Geschäftsführer des Unternehmens. Beide gaben als Motiv Warenengpässe, finanzielle Probleme und auch den Druck der Nahversorger an.

Bei der ersten unangemeldeten Kontrolle im Herbst 2000 kamen die unseriösen Machenschaften ans Tageslicht. Dabei rief die Tatsache, dass die vorangegangenen Kontrollen angemeldet waren, im Gericht Erstaunen hervor.
Nach langem Streit stellte das Gericht einen Gesamtschaden von rund 216.112 Euro fest. Erna M. und Manfred M. wurden jeweils zu 16 Monaten Haft verurteilt. Zwei in untergeordneter Rolle tätige Mitarbeiter kassierten rechtskräftige Bewährungsstrafen von je einem Jahr. (01.07.04)

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